Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Christine Bachmann und Elisabeth Trachsel (v.l.). Bild: Claudia Naef Binz
Das musikalische Programm «Wellenlänge Herzfrequenz» lotet die ganze Bandbreite von Beziehungen aus.
Bühne Ein musikalisch amüsanter Abend mit Christine Bachmann (Gesang) und Elisabeth Trechslin (Gitarre) mit Liedern über das Vermissen und das Resignieren, über Glückseligkeit, Auflehnung und Anpassung ebenso wie über dunkle, mörderische Gedanken – das verspricht das Programm «Wellenlänge Herzfrequenz». Gesungen und gespielt werden Lieder unter anderem von Georg Kreisler, Max Raabe und Aida Loos.
«Unsere Zusammenarbeit startete vor neun Jahren hier am Konservatorium Winterthur nach einem ersten gemeinsamen Auftritt», sagen Bachmann und Trechslin beim persönlichen Gespräch an ebendiesem Ort.
Während die Zürcherin Trechslin den Weg als Musikerin einschlug, seit vielen Jahren am Konservatorium als Gitarrenlehrerin tätig ist und mittlerweile in Winterthur wohnt, wechselte die Winterthurerin Bachmann nach dem Vorstudium im Bereich Klassischen Gesang in den Journalismus.
«Die Texte sind ein zentraler Punkt unseres Programms», sagt Bachmann, «deshalb haben wir ausschliesslich deutschsprachige Lieder ausgewählt.»
«Die Arrangements stammen aus meiner Feder», ergänzt Trechslin. «Die deutschen Chansons, die sonst oftmals mit Klavier- oder Bandbegleitung gesungen werden, für die Gitarre zu arrangieren, macht mir grossen Spass», sagt sie. «Zu den Liedern kreierte ich einen verbindenden Text, der als roter Faden durch das Programm führt», ergänzt sie.
«Wir erstellen eine Art Collage und loten die Bandbreite des Beziehungskosmos’ aus», sagt Trechslin. Man wolle nicht einfach ein Lied-Sammelsurium vortragen. «Wir kritisieren dabei nicht nur Männer, nein, auch die Frauen kriegen ihr Fett weg.» Trechslin spricht die Rollenmodelle von Mann und Frau an: «Es wird einen humoristischen genetischen, biologischen und evolutionsgeschichtlichen Exkurs geben, bei dem wir Rollen erkunden, die noch heute in Beziehungen hineinspielen.»
«Das Programm führt durch sämtliche Gemütslagen», ergänzt Bachmann: «von bitterbösen Stücken über nachdenkliche Songs zu schönen Liebesliedern.» Jede und jeder solle sich selbst in den Liedern erkennen können. «Und am Ende mit einem Schmunzeln das Theater verlassen», verspricht sie.
«Erwähnenswert ist, dass wir im Zimmer-Theater Ariane ein Gastrecht geniessen. Das ist nicht selbstverständlich und das schätzen wir sehr», sind sich beide einig.
Freitag, 5. Juni, 20 Uhr
Samstag, 6. Juni, 18 Uhr
Sonntag, 7. Juni, 17 Uhr
Zimmer-Theater Ariane
Winterthur
theaterariane.ch
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