Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Adriano Regazzin. Bild: cnb
Der Winterthurer Adriano Regazzin widmet seiner ursprünglichen Heimat ein Konzert.
Musik «Ja, ich bin schon lange in Winterthur angekommen», sagt Regazzin beim persönlichen Gespräch.
Aufgewachsen ist Regazzin in Ebnat Kappel im Toggenburg, dort hat er die ersten 20 Jahre seines Lebens verbracht. Sein Weg führte ihn vom Toggenburg an die Jazzschule Luzern und danach nach Winterthur. 2006 sei er in ein WG-Zimmer gezogen und in der Stadt kleben geblieben.
Jetzt kehrt Regazzin musikalisch mit dem Konzert «Toggenburg» zu seinem Ursprung zurück, für ihn ist das Tal jene hintergründige Kraft seiner künstlerischen Arbeit. Regazzins Kompositionen sind im Bereich Jazz und Pop anzusiedeln, mit Einflüssen von World-Music.
«Das Tal, in dem ich aufgewachsen bin, hat mich geprägt», sagt Regazzin. «Wir hatten viele Freiheiten», erinnert er sich. «Der Skilift Girlen spielte unter anderem eine wichtige Rolle, hier verbrachten wir manchen Mittwochnachmittag in völliger Freiheit.» So heisst denn auch eine seiner Kompositionen. Die Erfahrungen und Erinnerungen all jener Jahre schwingen in der Musik mit.
Zur Besetzung gehören die Toggenburger Willi Vallotti (Akkordeon), Elias Menzi (Hackbrett), Kay Rauber (Handpan und Perkussion), Janic Haller (Drums), Fabia Paller (Stimme und Arrangements) sowie der Wahlwinterthurer Simon Winiger (Bass). «Die Idee dieses Projekts entstand im Rahmen der Eröffnung des Klanghauses Toggenburg.» Dieses Haus befindet sich am Klangweg, einem «klingenden» Wanderweg, und zwar in Unterwasser. Bei ihrem Projekt wollen sich die Musikerinnen und Musiker dem Verbindenden widmen. «Wir kennen uns über sieben Ecken alle; jetzt schauen wir, wie unsere Gemeinsamkeiten in die Musik einfliessen», sagt Regazzin.
Verbunden fühlt sich Regazzin dank seiner italienischen Wurzeln auch mit den italienischen Cantautori wie z.B. Lucio Dalla oder Marco Masini. «Im ‹Charre› haben wir uns als Familie viel italienische Musik angehört», sagt er. «Ich merke, dass beim Komponieren auch immer wieder Musik der Cantautori miteinfliesst.» Regazzins Künstlername Montefalcone entstand während eines kreativen Aufenthalts in Rom. Als er beim Genuss eines Rotweins einen Blick auf den Weinkorken warf, war sein Künstlername geboren: Montefalcone.
Claudia Naef Binz
«Toggenburg», 9. Mai, 20 Uhr
Eintritt frei, Kollekte
Alte Kaserne Winterthur
regazzin.com
Lade Fotos..