Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Oliver Fuhrer beim Besuch auf der Redaktion. Bild: Claudia Naef Binz
Heimweh-Winterthurer Oliver Fuhrer spielt in seinen Krimi-Romanen gerne mit den Klischees englischer Krimis.
Neuerscheinung Münzwil am See – der Ort klingt nach Idylle, aber das täuscht, denn kürzlich wurde ein junger Mann namens Kevin am Fuss eines Felsabbruch gefunden, kurz nachdem er bei einer Degustation Dubai-Schokolade gestohlen hatte. Wurde Kevin geschubst? Das wäre bereits der dritte Mord im Ort. Glücklicherweise ist Münzwil am See nicht real, sondern Schauplatz des Kriminalromans «Das Geheimnis der Dubai-Schokolade» von Oliver Fuhrer. Der Krimi ist der dritte Band der Serie «Schlehmil Schleimer» und vor wenigen Wochen erschienen. Diejenigen, die als Kind Sesamstrasse geguckt haben, kennen vielleicht die Figur ««Schlemil».
Die Hefte erinnern an die SJW-Hefte, die in den 1970er und 80er-Jahren in der Schule im Unterricht gelesen und bestellt werden konnten. «Ich liebte diese Hefte», sagt Oliver Fuhrer beim persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu einem Buch seien diese handlich. Ein weiterer Vorteil seien die erschwinglichen Produktionskosten.
Der erste Band: «Nicht alles Gute kommt von oben» ist im Dezember 2023 erschienen und war laut Autor ursprünglich ein Weihnachtsgeschenk. «Die Geschichte kam in meinem Umfeld so gut an, dass ich diese anschliessend veröffentlichte. Der zweite Band: «Mord im 16. Stock» erschien im Jahr darauf.
«Ich bin ein Heimweh-Winterthurer», sagt Fuhrer, der hier aufgewachsen ist, mittlerweile mit seiner Familie in Elgg wohnt und in Winterthur arbeitet. Fuhrer ist als Englischlehrer sowie -dozent tätig und liest viel und gerne Krimis. «Ich bin ein grosser Fan der Golden Age-Krimis aus den Jahren 1910 bis 1940, Agatha Christie ist ein grosses Vorbild», sagt der Autor.
In seinen Krimis kommen denn auch die üblichen Verdächtigen, wie der Gärtner oder der Butler vor. «Es macht mir Spass, mit diesen Klischees zu spielen.»
Der Protagonist, der Freund von «Schlehmil», ist ein unscheinbarer Ich-Erzähler, der keinen Namen trägt und unter der Knute seiner dominanten Schwester ist. «Nein, die Figur ist hoffentlich nicht autobiografisch», lacht der Autor. Er habe die Idee dem Kinderbuch «Ich und meine Schwester» entnommen und weitergesponnen.
Der Ich-Erzähler, dessen Schwester und die Gemeindesekretärin (ein weiblicher Schlumpf) entwickeln gemeinsam mit dem Pfarrer die abstrusesten Theorien, wer der Täter sein könnte. Sogar Stelzen werden als Mordwaffe in Betracht gezogen. Das Grüppli wurde von Fuhrer als humoristisches Element ins Leben gerufen. «Die Ideen zu den Theorien kommen mir oft beim Spazieren oder Joggen.»
Er schaut darauf, dass die Geschichten einen roten Faden aufweisen. «Ich achte darauf, dass diese fair für die Leser aufgebaut sind», sagt Fuhrer. «Dazu mache ich mir Notizen auf A4-Blättern und entwickle einen sauberen Plot», sagt Fuhrer. «Jeder Mord wird sozusagen mehrfach getestet», verrät der Autor.
Die Krimis sind direkt beim Autor unter 079 230 86 57 bestellbar. (SMS oder What’sApp).
Die «Winterthurer Zeitung» verlost 3 x 3 Bücher der Serie «Schlehmil Schleimer» von Oliver Fuhrer. Schreiben Sie uns bis am 27. Februar eine E-Mail mit dem Vermerk «Schlehmil » und Ihren Kontaktdaten an: echo@winterthurer-zeitung.ch
Lade Fotos..