Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Der Winter Circus gastiert in Winterthur. Bild: pd
Wenn sich der schwere rote Samtvorhang hebt, beginnt eine magische Reise – geheimnisvoll, poetisch und voller funkelnder Überraschungen. Im Zentrum der Geschichte steht ein rätselhaftes Päckchen, das sich Szene für Szene ein Stück weiter öffnet und mit jedem Augenblick ein neues Wunder enthüllt.
Zirkuswelt Schon beim Betreten des prachtvoll geschmückten Zirkuszelts taucht das Publikum in eine andere Welt ein: Tausende Lichter glänzen, goldene Sterne leuchten von der Kuppel herab, Tannenzweige verströmen winterlichen Duft, während Glühwein Herz und Hände wärmt. Die Atmosphäre ist erfüllt vom süßen Versprechen eines unvergesslichen Abends. Gleich zu Beginn steigert sich die Spannung, wenn Donald und Vanessa aus Italien zwanzig Porzellanteller gleichzeitig auf feinen Stäben tanzen lassen – Präzision, Können und Nervenstärke in perfekter Balance.
Für magische Momente sorgt Leriix, der Schweizer Meister der Illusion. Mal als Gedankenleser, mal als geheimnisvoller Showmaster oder schräger Comedian überrascht er mit verblüffenden Tricks und unwiderstehlichem Charme. Emotionale Tiefe bringen Inka und Joel mit einer gefühlvollen Partnerakrobatik, in der Körper und Emotionen in perfekter Harmonie verschmelzen.
Poetisch und kraftvoll zugleich präsentiert die lettische Künstlerin Lelde Feldmane eine außergewöhnliche Kombination aus Tango und Pole-Artistik – sinnlich, anmutig und fesselnd. Mit Witz, Timing und Verwandlungskunst ziehen Jeremy und Fabi als roter Faden durch das Programm und bringen die Manege zum Beben vor Lachen.
Ein leiser Höhepunkt entsteht, wenn Joel am Vertikalseil schwerelos wie ein Gedicht durch die Luft schwebt. Atemberaubend wird es mit dem Duo Poise aus der Ukraine, Preisträger des Latina Circus Festivals 2025: Auf Rolla-Rolla-Türmen aus Brettern, Rollen und Kugeln zeigen sie Weltklasse-Akrobatik in schwindelerregender Höhe.
Das Tempo steigert sich weiter mit dem Duo Jolie (Inka & Joel), ausgezeichnet in Helsinki, die mit kühnen Sprüngen und Pirouetten durch die Luft fliegen. Beatrice fasziniert anschließend mit einem Hula-Hoop-Ballett zwischen Energie und Anmut, während die Ski Hoppers den Winter selbst auf Trampolinen zum Tanzen bringen – Skier wirbeln durch die Luft, Körper rotieren im Takt der Musik.
Den Nervenkitzel auf die Spitze treibt das Duo Niuman: Mit rasender Präzision fliegen Messer, Äxte und Armbrustpfeile haarscharf durch die Manege – ein elektrisierender Moment zwischen Gefahr, Vertrauen und Gänsehaut. Zum Finale verwandelt sich die Manege in ein winterliches Märchen: Schneeflocken tanzen durch die Luft, alle Artisten kehren zurück und vereinen Herz, Humor und Hochleistung zu einem Bild, das lange nachhallt. pd/cnb
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