Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Am 8. März wird in Rickenbach der Gemeinderat gewählt. Doch für das Gemeindepräsidium hat sich bisher niemand gemeldet.
Rickenbach Während man in der Stadt Winterthur von einem Wahlkrimi spricht, kann man in der Gemeinde Rickenbach von einem regelrechten Thriller sprechen. Niemand will den abtretenden Gemeindepräsident Andy Karrer beerben. Bis heute sind keine Wahlvorschläge fürs Präsidium eingegangen. Das führt zur absurden Situation, dass ein Kandidat theoretisch mit einer Handvoll Stimmen zum Gemeindepräsidenten gewählt werden kann – Ob er nun will oder nicht. Das Amt ausschlagen, ist gar nicht so einfach. «Wir haben grundsätzlich Amtszwang. Wer gewählt wird, muss das Amt ausführen», erklärt Gemeindeschreiber Beat Maugweiler. Natürlich gebe es auch Ausnahmen. In der Praxis werden in solchen Fällen oft gesundheitliche Gründe angeführt, warum man das Amt dennoch nicht ausführen kann. Oder in letzter Konsequenz zieht man weg.
Die Ausgangslage führt aber auch die bisherigen Gemeinderäte in eine Zwickmühle. Heidi Fink (SVP), Michael Frey (parteilos), Andreas Greuter (SVP) und Martin Hofmann (SVP) kandidieren alle für eine weitere Amtsdauer. Ein Gedankenspiel: Würde nun jemand von den Bisherigen auch zum Oberhaupt der Gemeinde gewählt und würde das Amt aus gesundheitlichen Gründen ausschlagen, wäre dies auch nicht mehr mit dem eigentlich gewünschten Amt als Gemeinderat vereinbar. So dürfte der eine oder andere Gemeinderat mit doppelter Spannung dem Wahlsonntag entgegenblicken. Oder taucht noch ein kurzentschlossener Sprengkandidat auf? Die Chancen, gewählt zu werden, sind so hoch wie selten. spo
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