Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Matthias Baumberger freut sich über den positiven Entscheid des Statthalteramtes, der sowohl die Bedürfnisse der Anwohnenden als auch von Stadtbus berücksichtigt.
Mit 94 Mitanwohnern der Rychenbergstrasse hat sich Matthias Baumberger erfolgreich gegen den Parkplatzabbau gewehrt.
Die Vorgehensweise des Departements von Stadträtin Christa Meier stösst im Bereich Verkehr bei Direktbetroffenen immer wieder auf Unverständnis. So wurden auch die Anwohnenden der Rychenbergstrasse ohne vorherige Information oder Anhörung per amtliche Anzeigen im September 2025 vor (fast) vollendete Tatsachen gestellt: 33
blaue Parkplätzesollen für die «Sicherstellung des künftigen Betriebs mit Gelenkbussen» aufgehoben werden.
Für den Rychenbergstrasse-Anwohner, ehemaligen Stadtparlamentarier und heutigen Präsidenten des HEV Winterthur, Matthias Baumberger ein No-go, wie er sich erinnert:«Viele Liegenschaften verfügen über keine Parkplätze auf den Grundstücken, viele sind auf die Spitex und weitere Dienstleister angewiesen, die für
ihre Fahrzeuge nah gelegene Parkmöglichkeitenbrauchen.»
Zusammen mit zwei Nachbarn sammelte Baumberger Unterschriften von weiteren betroffenen Anstössern und bereitete den Rekurs gegen den Parkplatzabbau
vor. «Das Thema stiess auf grosses Interesse, sodass wir den Rekurs - in Rechtsfragen unter
stützt durch den HEV - gegen die geplante Verkehrsanordnung im Oktober 2025 mit 95 Unterschriften beim Statthalteramt einreichen konnten», so Baumberger.
Am 14. April entschied das Statthalteramt, anstelle der geplanten 33 Parkplätze nur deren vier aufzuheben (Kreuzung von Gelenkbussen). Dies sehr zur Freude der Mitunterzeichnenden des Rekurses. «Mit dem Ergebnis dürfen wir sehr zufrieden sein, zumal die Frist für einen Weiterzug durch die Stadtbehörde nun verstrichen ist»,
freut sich auch Matthias Baumberger und ergänzt: «Das Ergebnis zeigt, dass sich ein sachlich, konstruktives und gemeinsames Engagement für die Anliegen eines Quartiers durchaus lohnen kann, gleichzeitig aber auch die Bedürfnisse von Stadtbus berücksichtigt werden konnten.»
Das Vorgehen der Anwohner an der Rychenbergstrasse kann durchaus Signalwirkung auf weitere Quartiere haben, ihre Bedürfnisse falls nötig per Rekurs geltend zu machen.
George Stutz
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