Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
40 Freiwillige suchen in Winterthur nach Glühwürmchen – mit überraschendem Erfolg.
Biodiversität «Es ist eine Sensation», sagt Alex Borer. Dass er und sein Team aus Freiwilligen in Winterthur so viele Glühwürmchen finden, hätte keiner der Beteiligten zu träumen gewagt. «Ich bin völlig überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass wir heute eines sehen. Dass es gleich mehrere sind, ist unglaublich», sagt Borer auf einer Expedition in Wülflingen. Rund zehn Glühwürmchenmännchen konnten an diesem Abend mit Lichtfallen angelockt werden. Borer koordiniert die grosse Glühwürmchen-Suchaktion, an der die ZHAW, die Stadt Winterthur, der Verein Stadtwildtiere, die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur, der Natur- und Vogelschutzverein Winterthur-Seen und das Naturmuseum Winterthur zusammenspannen. Gemeinsam wollen sie herausfinden, ob in Winterthur Glühwürmchen leben.
Bislang galt Winterthur als blinder Fleck in der Schweizer Glühwürmchenlandschaft. Die letzten offiziellen Sichtungen reichen in die 1950-Jahre zurück. Noch im März hat das Team einen öffentlichen Aufruf gestartet. Winterthurerinnen und Winterthurer wurden gesucht, die sich an ein Glühwürmchen erinnern konnten und sei es auch nur durch Erzählungen der Grosseltern. Rund 60 Personen haben sich daraufhin gemeldet. Derzeit suchen 40 Freiwillige diese Standorte nach Leuchtkäfern ab. Die Ergebnisse werden dann zusammengetragen und ausgewertet.
Sandro Portmann
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