Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Figuren auf den Judd-Brunnen-Abdeckungen sind der Leiterin des Amtes für Kultur ein Dorn im Auge.
Die Krippenfiguren auf den Steibi- Brunnen sind morsch. Eine innnovative Nachfolgeidee wird zur Debatte.
Kunst-Stoff Seit rund 25 Jahren zählen die hölzernen Krippenfiguren auf den Abdeckungen der Steinberggassen-Brunnen zum unverkennbaren weihnächtlichen Altstadtbild Winterthurs wie etwa die geschmückten Weihnachtsbäume, die Weihnachtsbeleuchtung oder der Weihnachtsmarkt mit dem Märliwald. Da die in den letzten Tagen abgeräumten Figuren des Holzbildhauers Stephan Hübscher aber den Zahn der Zeit deutlich spüren, das Holz morsch ist, hat sich der Verein Steinberggasse- Metzgasse Gedanken um den Ersatz gemacht und so einen Wettbewerb ausgeschrieben. Gewinner sollen die Altstadtbesuchenden, aber auch hiesige Kunstschaffende sein. Denn Letztere durften letzten Herbst ihre kreativen Ideen für neue, wetterfeste, kinderfreundliche und diebstahlsichere Winterfiguren eingeben. Via eine durch den Verein zu treffende Vorauswahl hätte schlussendlich die Winterthurer Bevölkerung das Siegerprojekt erküren können. Maximal 25 000 Franken hätten für die Realisierung zur Verfügung gestanden, grösstenteils finanziert durch das Kulturkomitee der Stiftung SKKG. Hätten.
Denn, wie unter anderem Wnti. ch berichtete, hat sich in der Zwischenzeit das Amt für Kultur der Stadt Winterthur, beziehungsweise deren Leiterin Tanja Scartazzini eingeschaltet. Sie moniert, die drei Steibi-Brunnen von Donald Judd seien als autonome Skulpturen urheberrechtlich geschützt und dürften deshalb nicht als Teile eines neuen Kunstwerks sichtbar sein. Was vor 25 Jahren noch «ausnahmsweise toleriert » worden sei, soll demnach künftig nicht mehr installiert werden dürfen. Ginge es nach Scartazzini, hätten weihnächtliche Figuren auf den blechernen Brunnenabdeckungen wohl einzig eine Zukunft, würden die bisherigen aufwändig repariert. Ein Steibi-Ladenbesitzer stellt aber auch dies infrage: «Im Moment wissen wir nicht einmal, ob im Worst Case selbst die bisherigen Krippenfiguren wieder aufgestellt werden dürften.» Geplant war zudem, dass die Brunnen während einigen Wintertagen gar nicht mehr als solche erkennbar gewesen wären, die Winterfiguren an den drei Standorten auf eigenen Unterbauten stehen würden. «Andere (Kunst-)Werke oder etwa Sitzgelegenheiten in Pärken werden im Winter auch teilweise entfent, um im Frühling aufgefrischt wieder ihren Dienst zu versehen. So würden eben auch die Brunnen unter den Kunstruktionen der Künstleprojekte für kurze Zeit verschwinden und so erst noch vor ausgestreutem Wintersalz geschützt. So würde auch verhindert, dass sich Werke von verschiedenen Kunstschaffenden sichtbar beissen würden», sagt ein weiterer, die Wettbewerbs- Idee des Gassenvereins unterstützender Gewerbetreibender.
George Stutz
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