Sarina Molinari
hat eine innige Beziehung zu den Songs von ABBA.
Das Team des «La Romagnola Centro» mit Franca Campisi.
Vor fünf Jahren eröffnete die La Romagnola einen zweiten Laden mitten in der Altstadt. Das wird nun gefeiert.
Genuss Was vor fünf Jahren in der Marktgasse als italienischer Feinkostladen begann, hat sich rasch zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Hier trifft man sich auf einen Kaffee, zum Mittagessen und natürlich auf einen Schwatz! Die La Romagnola Centro in der Marktgasse versprüht Italianità, auch wenn sich längst nicht mehr nur Italiener hier treffen. «Alle sollen sich hier wohlfühlen», sagt Sandro Campisi von der Unternehmerfamilie. Neben einer grossen Auswahl an frischen Lebensmitteln gibt es auch zehn Sitzplätze. Zum Jubiläum ist die Bevölkerung am Samstag, 11. April, eingeladen, mit dem Team auf die vergangenen fünf Jahre und all die kommenden anzustossen.
Es ist ein grosser Tag für die ganze Familie Campisi, die seit 1983 La Romagnola an der Feldstrasse 57 in Veltheim betreibt und vor fünf Jahren das zweite Geschäft in der Altstadt eröffnete. Mama Franca Campisi, die mit ihren 72 Jahren noch immer täglich hinter dem Tresen des Familienunternehmens steht, Mittagessen kocht und die Kundschaft berät, wird den Laden in Veltheim an diesem Tag für einmal schliessen, um an der Marktgasse zu feiern. Dabei war noch im letzten Jahr unklar, wie es mit dem Geschäft weitergehen würde. Als Papa Francesco 2025 starb, musste sich die Familie Fragen zur Zukunft stellen. Sollten die beiden Geschäfte verkauft werden? Angebote gab es für beide. Während die Söhne – stark in ihren Berufen eingebunden – zunächst skeptisch in die Zukunft blickten, war für Mama Franca klar: Die beiden Geschäfte sollen weitergehen. Dafür ist sie sich nicht zu schade, jeden Tag früh aufzustehen und lange Arbeitstage auf sich zu nehmen. «Die ‹La Romagnola› ist meine Passion, ich liebe den Kontakt mit den Leuten», sagt sie. So raufte sich die Familie zusammen.
Das Geschäft in der Altstadt war der grosse Traum von Francesco Campisi, der lange selbst noch im Laden stand. «Er liebte es, den Kontakt zu den Leuten zu pflegen», erinnert sich Sohn Sandro. Das Team ist mittlerweile auf vier Angestellte gewachsen. Sie verkaufen offene Lebensmittel wie frische Pasta, Rosmarin-Schinken aus der Toskana und Mortadella aus der Emilia-Romagna. Von weit her kommen die Gäste für die hausgemachten Pasta, Pesto und Salsiccia. Ein besonderer Blick lohnt sich auch in das Weinregal. Alle Weine stammen aus Italien. «Darunter haben wir ein paar Besonderheiten von kleinen Weinproduzenten», sagt Sandro Campisi. Bald kommt auch wieder das Kult-Gelati aus Italien, die ebenfalls schwer erhältlich sind. «Unser Vorteil ist, dass wir seit den 1980er-Jahren selber aus Italien importieren», so Sandro Campisi.
Während Winterthur in letzter Zeit viele Feinkostläden verloren hat, etwa die Markthalle, den Globus, Geissbergers Culinarium oder Traité, baut die La Romagnola aus, wenn auch im Kleinen: Künftig sollen auch draussen Tische für die Gäste bereitstehen. Dafür wartet man derzeit auf die Bewilligung der Stadt.
Sandro Portmann
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