Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Zweimal konnte derWetterballon der Kanti Rychenberg wegen des Wetters nicht starten.
Schule Die Gefahr am vergangenen Montag, 18. Mai, wäre zu gross gewesen, dass der Wetterballon bis nach Deutschland geflogen wäre. Der Wind blies zu stark. «Am Dienstagmorgen waren die Bedingungen dann perfekt», sagt Conradin Lanter im Gespräch. Er ist einer von 19 Kantischülern, die im Schulprojekt einen Wetterballon in die Stratosphäre fliegen liessen. Neben dem Wetter gab es noch andere kritische Faktoren. So riss bei einem Projekt Jahre zuvor die Schnur, mit der eine Styroporbox am Ballon befestigt war. Die Box transportiert technische Geräte, um Luftdruck oder Temperatur zu messen.
Für Lanter, der wie die anderen Schülerinnen und Schüler seit Monaten am Projekt arbeitete, war der Start um 10.30 Uhr ein besonderer Moment. «Besonders wenn man weiss, was alles schief gehen kann», wie er sagt. Doch der Ballon flog problemlos in die Luft. 22 Liter Helium sorgten für den nötigen Auftrieb. Eine Gruppe aus Schülern und Lehrperson verfolgte den Ballon mit dem Auto. Der Standort konnte dank GPS-Daten live auf dem Handy mitverfolgt werden. Schliesslich landete der Ballon um 13.20 Uhr in der rund 45 Kilometer entfernten Gemeinde Bütschwil im Kanton St. Gallen. «Das Bergungsteam sah gerade, wie der Ballon auf einer Kuhweide landete», so Lanter. Die Daten werden nun ausgewertet und im Rahmen einer Projektarbeit mit Videos vorgestellt. Lanter blickt positiv auf das Projekt zurück. «Es hat Spass gemacht, besonders das selbstständige Arbeiten und dass am Ende alles perfekt funktioniert hat.»
Sandro Portmann
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