Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Auf dieser Wiese (rot eingefärbt) plant die Firma Terrana AG eine Fotovoltaik-Anlage.
Die Firma Terrana nimmt einen zweiten Anlauf, um auf dem Brühlberg eine Fotovoltaikanlage zu bauen.
Wülflingen Wird der Brühlberg neben Erholungsgebiet, Wohnzohne und Schlittelpiste künftig auch Stromlieferant? Die Firma Terrana AG will auf der grünen Wiese zwischen den Terrassenhäusern auf 6000 Quadratmetern eine freistehende Fotovoltaik-Anlage realisieren. Gegen die Pläne regten sich vor einem Jahr rasch Widerstand. Anwohnende übergaben dem der Stadtverwaltung 300 Unterschriften. Auch das Baurekursgericht des Kantons wurde einbezogen. Bei einem Augenschein vor Ort stellte sich das Gericht in einer mündlichen Standortbestimmung auf die Seite der Rekurrenten, wie diese danach freudig verkündeten. Demnach gebe es eine Baubeschränkung für die grüne Wiese. Diese müsse frei bleiben, wie bei der Baubewilligung für die Terrasenhäuser festgelegt wurde. Im Gegenzug durfte der Bauherr ein Geschoss höher bauen, also drei Stockwerke statt nur zwei. Auch, dass die Anlage nicht ins Ortsbild passe, wurde bemängelt. Ein Urteil des Baurekursgericht gibt es bislang nicht. «Das Rekursverfahren wurde im Einvernehmen mit den Parteien sistiert, damit eine aussergerichtliche Lösung gefunden werden kann. Sollte sich keine aussergerichtliche Lösung ergeben, wird das Verfahren – auf Antrag hin oder von Amtes wegen – fortgesetzt und ein Urteil gefällt», sagt Martina Hemerka vom Baurekursgericht des Kantons.
Einig wurde man sich bis heute nicht. Die Terrana AG hält am Fotovoltaik-Projekt fest und hat kürzlich ein Gesuch um Aufhebung der Baubeschränkung eingereicht. Bei den Anwohnern ist man «alarmiert», wie sie mitteilen. «Ein positiver Entscheid der Stadt Winterthur würde einem Skandal gleich kommen», sagt Anwohner Markus Kneubühler im Gespräch. Man sei nicht gegen grünen Strom, «aber das hier ist eine reine Rendite-Geschichte, keine grüne Tat», so Kneubühler. Es sei nun wichtig, dass die Stadt die Baubeschränkung durchsetze und das Gesuch ablehne. Ansonsten sei man weiterhin gewillt, den Rechtsweg zu beschreiten.
Bei der Stadt Winterthur, wo das Gesuch der Terrana AG seit dem 6. Februar öffentlich aufliegt, äussert man sich nicht inhaltlich zum Baugesuch. «Der Bauausschuss wird über das Gesuch entscheiden. Wir gehen davon aus, dass ein Entscheid bis spätestens Ende Mai vorliegen wird», so Departementsekretär Lukas Mischler.
Sandro Portmann
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