Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Stephanie Carolino und Pascal Mettler organisieren die Kulturacht. Bild: cnb
Die Kulturnacht feiert ihre 10. Ausgabe, verdoppelt ihr Programm und macht gleich zweimal die Nacht zum Tag.
Jubiläum Wenn Satiriker mit Sprachwitz kitzeln, Klanglandschaften zum Live-Erlebnis werden, Balkan Jazz das Publikum auf eine Reise mitnimmt und die Museen bis in Nacht geöffnet haben, ist wieder so weit: Die Kulturnacht Winterthur findet statt, dieses Jahr zum 10. Mal. Was als Initiative der IG Kunstsammlungen, Gemeinschaft der grossen Winterthurer Museen, begonnen hat, ist heute aus dem Kulturherbst nicht mehr wegzudenken.
«Bewusst haben wir bei der Gründung unseren Anlass nicht als Museumsnacht benannt, sondern als Kulturnacht», sagt Projektleiter Pascal Metttler im Gespräch. «Dies gibt uns die Möglichkeit, das Format frei zu gestalten und ungewohnte Orte zu berücksichtigen.» 29 Kultur-Institutionen machen beim zweitägigen Programm mit. «Der Jubiläumsanlass wurde verdoppelt. Es gibt am Freitag und ab Samstagnachmittag Programm bis in die Nacht», sagt Stephanie Carolino vom Amt für Kultur, die im OK der Kulturnacht mitarbeitet und am Gespräch teilnimmt.
«Besonders freue ich mich auf die Performance auf der kürzlich eingeweihten Leonie-Moser-Brücke», sagt Carolino. Die Idee einer Kulturveranstaltung auf der Brücke sei innerhalb der Stadt, durch Martin Joos, Leiter Tiefbauamt, entstanden. «Daraufhin übernahm der Verein UrbanKultur die Planung und Finanzierung», sagt Carolino. «Mit dem Ballett Zürich und dem Jungen Ballett Zürich zeigen wir eine Weltklasse-Performance.» Diese zeichne die Geschichte von Leonie Moser nach.
Auf die Frage, was in den Jahren gleichgeblieben ist, antwortet Mettler: «Das Prinzip ‹Gastgeberin lädt Gast ein› haben wir ziemlich durchgezogen, es hat sich bewährt. Uns hat die Nacht gereizt, dem sind wir ebenfalls treu geblieben. Nach wie vor legen wir grossen Wert auf die Vernetzung innerhalb der Kulturszene und nach aussen.»
Laut Carolino entlastete diesmal erstmals eine Programmgruppe bei der Organisation, sie brachte auch neue Inputs. So gebe es Graffiti-Art zu sehen.
Das Format, insbesondere das Familienprogramm, sei im Lauf der Zeit weiterentwickelt worden. «Es war uns wichtig, den Anlass immer weiter zu öffnen», ergänzt Mettler. «Erstmals werden wir zwei Hubs am Kirchplatz und auf dem Lagerplatz als Treffpunkt einrichten, sagt Carolino. «Mit diesen bringen wir die Kultur nach draussen.»
Die Stadt Winterthur unterstützt die Kulturnacht jeweils mit 10 000 Franken, im Jubiläumsjahr sind es laut Carolino total 25 000 Franken aus der Projektförderung. «Neben der finanziellen Unterstützung entlaste ich Pascal in meiner Funktion als Kulturmarketingverantwortliche in der Projektorganisation. Auch konnte ich innerhalb der Stadt als Türöffnerin fungieren.»
Jetzt bleibt noch die Frage, wie der Besuch all der interessanten Veranstaltungen unter einen Hut gebracht werden kann. «Einige machen es sich zum Sport, möglichst viele Programmpunkte zu besuchen, andere nehmen es gemütlicher», sagt Mettler. «Jede Person kann ihren individuellen Fahrplan zusammenstellen.»
Claudia Naef Binz
Jubiläum
Am 18. und 19. September feiert die Kulturnacht Winterthur ihre 10. Ausgabe. Zum Jubiläum wird aus einer Nacht ein zweitägiges Kulturfest: 29 Institutionen präsentieren ein vielseitiges Programm. Erstmals wird dabei auch der öffentliche Raum zum festen Bestandteil der Kulturnacht – mit zwei Hubs, Ballett auf der Leonie-Moser-Brücke und Kultur an überraschenden Orten. pd
kulturnachtwinterthur.ch
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