Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Am Dienstag, 2. Dezember, war Preisverleihung im Theater am Gleis. Geehrt wurde das Engagement des Vereins Junges Theater Winterthur.
Bühne Improvisationstechniken lernen, das schauspielerische Können verbessern und gemeinsam Stücke entwickeln und aufführen: Das alles ist im Jungen Theater Winterthur möglich. In vier verschiedenen Formationen können Jugendliche und Erwachsene Theatererfahrung sammeln, an Rollen arbeiten und Einblicke in sämtliche Bereiche wie Bühnenbild, Regie, Technik oder Kostüme erhalten.
Ermöglicht wurden die meisten Kurse dank dank ehrenamtlichem Engagement insbesondere des sechsköpfigen Vorstands des Vereins. Dieses wird von der Stadt Winterthur mit dem gewürdigt. Ein Preis, der jährlich besondere Leistungen und Projekte von Jugendlichen oder herausragende Projekte im Bereich der Jugendförderung ausgezeichnet.
Am Montag, einen Tag vor der Preisverleihung, sagt Natalia Napora, Präsidentin des Vereins Junges Theater Winterthur beim Interview: «Nein wir waren nicht überrascht, den Jugendpreis zu erhalten es war höchste Zeit!» Denn seit fast 30 Jahren sei der Verein aktiv. Auch Vorstandsmitglied Leonie Moser findet, dass der Preis fällig war. Sie leitet leitet gemeinsam mit dem Kaya Guggenheim die Improgruppe. Laut Napora verzeichnet das Theater rund 1000 Besucherinnen und Besucher, jährlich profitieren rund 40 aktive Mitlieder von den Theaterkursen. Neben einer Jugendgruppe bestehen drei Erwachsenengruppen.
«Wir haben bereits vor 3 Jahren die Altersbeschränkung aufgelöst und definieren uns in unserer Kunst als Jung, nicht durch das Alter unserer Mitglieder», sagt Napora.
«Das Preisgeld erlaubt uns, die Kurse zu professionalisieren und die Kursleitenden zu entlöhnen», so die Vereinspräsidentin.
«Wir brennen für das Theater», antwortet sie auf die Frage, was die Faszination Theater ausmacht, «denn es bietet einen grossen Freiraum und die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben, aber auch sich selber in einem anderen Licht zu sehen.»
Vorhang auf für die Preisverleihung am Dienstagabend des 2. Dezember: «Das Theater am Gleis ist mehr als eine Bühne am Bahnhof», sagte Stadtpräsident Michael Künzle, der nach eigenen Angaben auch schon bei einem Schultheater mitgespielt hat, bei der Preisverleihung. Hier und im Gaswerk probt das Theater. «Das Junge Theater Winterthur bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Rahmen, sich auszudrücken. Es ist Empowerment im Besten Sinn», sagte Künzle.
Stadtrat Nicolas Galladé ergänzte an seiner Rede: Das Junge Theater Winterthur ist ein wunderbares Lernfeld. Es braucht einiges an Mut, um aufzutreten.»
Die Vereinspräsidentin Natalia Napora bedankte sich beim Stadtrat und bei den Freiwilligen – und gab die Bühne sofort wieder frei für die Performance «Dabei sein ist alles». Dafür machten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer mithilfe eines Plans daran, die Räume zu erkunden, trafen dabei auf Ensemblemitglieder und wurden charmant für allerlei Tätigkeiten eingespannt, wie etwa das Rezitieren von Texten.
Claudia Naef Binz
Lade Fotos..