Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Eine der Uhren an der Ecke Steinberggasse/Metzggasse. Bild: cnb
Zeitmesser «Warum hat es in der Stadt überall Uhren?», fragt sich Leserin Colette Schwegler. «Welche Bewandtnis hat es auf sich, dass die Zeit ein scheinbar wichtiger Orientierungspunkt ist?»
Was liegt näher, als beim Uhrenmuseum Winterthur nachzufragen? Die Antwort kommt von der Sammlungsleiterin Jasmin Gadola: «Wir leben in einer ‹getakteten Zeit› mit vielen Terminen, deshalb sind Zeitanzeigen wichtige Orientierungspunkte im Tagesablauf», sagt sie. «Historisch wurden öffentliche Zeitanzeigen zuerst in Städten eingeführt und die Uhren auf Kirchtürmen, Stadttoren und an Bahnhöfen waren in Zeiten, als es noch wenige persönlichen Uhren gab, sehr wichtig. Heute haben wieder weniger Leute eine Armbanduhr, das Handy hervorzunehmen ist aber – gerade, wenn man zum Beispiel auf einen Zug rennt –unpraktisch.»
Gadola verweist zudem auf die vor einem Jahr eingeführte Verordnung: «Neuerlass der Verordnung über die öffentliche Beleuchtung, Uhren und Beflaggung (VöBUB)». Darin steht: «Die Standorte der öffentlichen Uhren wurden bisher in konkreten Projekten zwischen den Verwaltungseinheiten der Stadt verhandelt. Bis 2022 wurde diese öffentliche Aufgabe in einer Leistungsvereinbarung zwischen dem Departement Technische Betriebe und Stadtwerk Winterthur geregelt. Danach lagen keine Regelungen vor. Stadtwerk übernahm aber den Betrieb der 24 Uhren im Stadtgebiet. Erst am 18. Dezember 2025 überwies der Stadtrat den ‹Neuerlass VöBUB› an das Stadtparlament. Damit wurde eine neue gesetzliche Grundlage für die öffentlichen Uhren geschaffen. Die Standorte der Uhren werden nun durch den Stadtrat festgelegt.» cnb
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