Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Der Holzbildhauer Erwin Schatzmann stellt seit Mai im Schlosspark Hegi aus und will zum Besuch des Schlosses animieren.
Skulpturen «Pferdinand», «Upperdog», «Vogelschrein». Diese Namen hat sich der Winterthurer Erwin Schatzmann für seine Skulpturen und Objekte ausgedacht, die er im Schlosspark Hegi präsentiert. «Ich freue mich, auf Einladung des Präsidenten Jürg Rohner, zum zweiten Mal an diesem Ort auszustellen», sagt Schatzmann auf Anfrage.
Das Hauptwerk ist laut Künstler eine grosse Bank mit Rückenlehne, in der Mitte prangt ein Wappen. «Es ist ein aufgepepptes Winterthurer Wappen, die Löwen haben einen Heiligenschein und greifen nach den Sternen, sie sollen ein Wunsch-Winterthur darstellen», sagt Schatzmann.
Die Wegkreuze am Zaun lohnen ebenfalls einen zweiten Blick. Blumen ranken sich dem Holzkreuz entlang, offiziell aussehende Plaketten entpuppen sich als Fundstücke aus Metall oder Schnallen von Appenzeller Chüeli-Gurten. «Ich orientiere mich an Wegkreuzen, wie man sie in katholischen Gegenden kennt», sagt der Künstler, der bei seinen Objekten auf Sachen zurückgreift, die er findet, «aber ich führe Traditionen auf meine Weise weiter.»
Das Thema «Mensch und Natur» zeigt sich dort, wo Mensch und Hund vereint dargestellt werden. Auch das Schildkrötengehege hat eine Aufwertung mit bunten Stickeln, die in die Höhe streben, erfahren. «Diese nenne ich Morgalinos in Anlehnung an das von mir geschaffene Morgenland», sagt Schatzmann. «Es ist wohl eher ungewöhnlich, dass eine Tiere-Behausung künstlerisch gestaltet wird.»
Mit der Ausstellung will Schatzmann die Winterthurerinnen und Winterthurer zu einem Besuch bewegen. «Das Schloss Hegi ist einer der schönsten Orte in Winterthur», sagt der Künstler. «Die Leute fahren tausend Kilometer, um ein Schloss zu besichtigen, sind aber noch nie im Schloss Hegi gewesen.» Das wolle er ändern.
Claudia Naef Binz
Schlosspark Hegi (immer offen)
schlosshegi.ch,
erwinschatzmann.ch
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