Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Der Kinderbuchautor Daniel Fehr hat zusammen mit Monika Wilhelm ein Projekt auf die Beine gestellt: Wir hier. Briefe an Winterthur.
Stadtgeschichten Daniel Fehr schreibt Kinderbücher («Susie im Supermarkt», die «Winterthurer Zeitung» berichtete am 22. Augst 2024) und entwickelt Spiele. Sein aktuelles Projekt widmet Fehr den Erwachsenen der Stadt Winterthur.
«Wer lebt da mit uns? Was für Geschichten haben diese Menschen zu erzählen?», dies waren laut Fehr die Fragen, die ihn interessierten, wie er in einem Videocall erzählt.
Monika Wilhelm ist Stadtpfarrerin, tätig im Orbit-Team am Dialogplatz in der Lokstadt. Gemeinsam mit Fehr hat sie die Gespräche mit den Interessierten aufgegleist und geführt. «Uns interessierten Leute ohne Berühmtheitsstatus, Leute wie du und ich», sagt Fehr.
«Unser Projekt wurde auch durch das Kultur Komitee der Stiftung für Kultur und Geschichte (SKKG) unterstützt», sagt der Autor. Für ihre Briefe kontaktierten Fehr und Wilhelm 50 Leute mit unterschiedlichem Alter und Background, deren Adresse sie aus dem elektronischen Telefonbuch entnommen oder – um jüngere Mitmachende zu erreichen – durch Bekannte angefragt hatten.
«Wir erhielten einen Rücklauf von 30 Prozent, rund 20 Prozent machten mit. «Wir zeichneten die Gespräche auf und verdichteten diese in Form eines Briefes, liessen aber den O-Ton möglichst bei», sagt Fehr. «Dass die Leute so offen über ihr Leben erzählten, beeindruckte, ja berührte mich», so der Autor. «Einige luden uns in ihre Wohnzimmer ein, andere trafen wir in einem Café oder in der Stadtbibliothek.»
Es hätte nicht ein generelles Thema gegeben, das alle gleichermassen beschäftigt habe. «Es gab aber Dinge, an die sich verschiedene erinnerten – wie an das ehemalige Lebensmittelgeschäft an der Marktgasse, der Giovi-Märt», sagt Fehr.
Am Anlass in der Stadtbibliothek wird die Winterthurer Schauspielerin Mira Frehner Auszüge aus den Briefen vorlesen, begleitet durch die Musiker Reto Karli (bekannt durch Plankton und Solo-Projekte als Karli) sowie Matt Studer. Anschliessend an die Premiere wird es in der Sammlung Winterthur eine Ausstellung bis am 4. Januar 2026 mit Bildern zu den Briefen geben. Alle Briefe werden nach der Lesung auf der Website wirhier.ch abrufbar sein.
Claudia Naef Binz
Freitag, 28. November, 17.15 Uhr
Stadtbibliothek Winterthur
Lesung mit Musik und Ausstellung,
mit Anmeldung unter 052 267 51 55,
winbib.sammlung@win.ch
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