Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Daniel Fehr zeigt sein neustes Bilderbuch aus seiner Schreibklause in den Bergen. z.V.g.
Das frisch erschienene Werk des Winterthurer Autors und Spielentwicklers Daniel Fehr zeigt anhand einer vergnüglichen und bunten Geschichte, dass Familie und Freunde immer da sind, auch wenn sie mal nicht sofort vor Ort sind.
Daniel Fehr, Bilderbuchautor und Spielentwickler, bringt mit seinen Erzählungen Kinder- und Erwachsenenaugen zum Leuchten. Für den Winterthurer ist eine Geschichte dann gut, wenn sie etwas in den Lesern auslöst. Sein neustes Werk erzählt von einem Kuckuck, der von Afrika nach Hause kommt. Er freut sich auf seine Freunde im Wald, denn er hat viel erlebt. Aber: Keiner ist da. Der Salamander nicht. Die Maus nicht. Niemand. «Vielleicht kennen Sie das auch: Sie haben etwas erlebt und wollen unbedingt Ihren Liebsten davon erzählen – aber dann ist keiner da. Das ist eine ganz furchtbare Erfahrung, die schon kleine Kinder machen. Meine Geschichte erzählt davon», sagt Fehr und möchte damit etwas Mut in die Kinderherzen streuen: «Ihre Geliebten sind immer für sie da, auch wenn sie nicht gerade zu sehen sind.»
Und genau dieses Erlebnis, das sowohl die Kleinen als auch die Grossen kennen, sei am Anfang seines Buches gestanden. Auf die Frage, ob es ihm wichtig sei, dass auch Erwachsene seine Werke mögen, antwortet er mit einem Motto von einem seiner Verlage, dass er besonders mag: «Bücher für Kinder, die Erwachsenen nicht schaden. Bücher für Erwachsene, die Kindern nicht schaden.» Es sei auch für ihn das Ideal, wenn es für beide etwas hat. Der 40-Jähre findet zudem, dass Bücher enorm wichtig für die Entwicklung von Kindern sind: «Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird, davon stark profitieren. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, haben einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben. Kurz: Bücher prägen uns. Keine auch.»
So freut sich der Autor, weiterhin Geschichten erzählen zu können und sich Gesellschaftsspiele auszudenken. Denn, neben Büchern entwickelt er auch Gesellschaftsspiele und ist Projektleiter des Schweizer Vorlesetages.
So vielfältig, wie seine heutigen Arbeitsfelder, waren auch die bisherigen Stationen seiner beruflichen Laufbahn. Angefangen mit einer kaufmännischen Lehre bei der Zürcher Kantonalbank, studierte er anschliessend Fotografie in Zürich und New York. Mit dem Diplom in der Tasche zog es ihn nochmals in die USA, wo er an einer renommierten Uni Germanistik und Medienwissenschaft studierte. Mit dem Spiele- und Bilderbuchschaffen begann er relativ spät, mit Mitte dreissig. Sein Weg dahin führte über das Sammeln von Bilderbüchern. Bereits als Jugendlicher sah er diese als eine Kunstform. Zurück nach Winterthur zog in die Liebe zu seiner Partnerin und zur Stadt: «Ich bin vor zwei Jahren von Veltheim ins Tössfeld gezogen. Hier verändert sich gerade sehr viel und ich liebe es, dies zu beobachten.»
Deborah Archetti
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