Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Die Häuser am Tegerlooweg in Oberwinterthur müssen der Überbauung Eichwaldhofweichen. Vorher feiert das Quartier ein Abschiedsfest.
Kulturanlass Die 1958 gebauten Häuser am Tegerlooweg in Oberwinterthur werden im März 2025 abgerissen zugunsten einer neuen Überbauung. Der Strassenname wird aufgehoben und mit ihm ein Teil der Winterthurer Arbeiter-, Migrations- und Industriegeschichte.
Damit dies nicht lautlos geschieht, haben Initiantinnen einen Verein auf Zeit gegründet mit dem Zweck, einen soziokulturellen, künstlerischen Anlass zu organisieren. «Unsere Motivation ist, die Menschen zu ehren, die hier gewohnt und in der Industrie gearbeitet haben», schreiben Mailin Martinez, Jahrgang 1997, Barbara Bertolai, 1973, Christina Bielinski, 1952, Giorgio Cerrigone, 1933. Alle, ausser Bielinski, haben am Tegerlooweg gewohnt. «Ich bin im Quartier aufgewachsen», sagt Barbara Bertolai, Mitinitiantin der Kunstaktion, am Telefon. «Die Kunstausstellung war als Hommage an meinen Chindsgi-Freund gedacht, der bei einem Unfall an der Frauenfelderstrasse verstorben ist.» Ursprünglich als kleine Sache geplant, sei daraus ein beachtlicher Event entstanden. Neben einer kleinen Festwirtschaft und Grillieren am Sonntag ab 18 Uhr (Grillgut mitnehmen) gibt es eine Ausstellung unter anderem mit Audio-Portraits von früheren und aktuellen Bewohnern. «Diese werden mit einem Märli-Telefon zu hören sein», sagt Bertolai. Dazu gibt es Installationen und Texte zur Geschichte der Siedlung und ihrer Umgebung sowie Fotografien von Alex Colle ZH.
Claudia Naef Binz
Samstag, 22. März, 15 bis 24 Uhr
Sonntag, 23. März, 13 bis 20 Uhr
Tegerlooweg 30, EG rechts; auf der Wiese und beim Quartierverein
Eichwäldli. Eintritt frei, Kollekte,
Foodstände, Grillieren am Sonntag.
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