Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Während Martin O. rappt, macht das Appenzeller Echo einen Spagat zwischen heimischer Tradition und der Musik aus fernen Ländern.
Premiere Die Idee zur Appenzeller Welttournee entstand während der Corona-Pandemie, als Reisen nicht mehr möglich war und Auftritte nur noch im Freien stattfinden durften. Viele Künstler waren auf einen Schlag ohne Arbeit. Der Stimmakrobat Martin O. tat sich mit anderen Appenzeller Künstlern zusammen und stellte eine Outdoor-Show auf die Beine. «Wir empfinden uns auch als Botschafter der Appenzeller Werte», sagt Stimmakrobat Martin O. im Gespräch mit der Redaktion. «Das Format wächst mehr und mehr zu einer eigenen Marke heran. Wir sind dabei nicht auf eine fixe Besetzung von bestimmten Künstlern angewiesen – und das macht die Appenzeller Welttournee als wiederkehrende Produktion interessant.»
So kurz vor der Premiere ist Martin O. viel beschäftigt. «Heute fanden die Tests der Bühnenbelichtung statt.»
Martin O. heisst eigentlich Martin Ulrich, «aber Ulrich wird in Appenzell als Olrich ausgesprochen.» Das «O.» stehe auch für den Loop. Bei seinen Shows setzt Martin O. das Symphonium für die Loopbeiträge ein. «Damit kann ich meine Stimme live aufnehmen und übereinandersetzen – ich bin sozusagen musikalischer Schichtarbeiter.» Martin O. rappt, groovt und singt den Chor in Personalunion, auf den Punkt.
Der Stimmakrobat führt als Reiseleiter durch das Programm. «Wir bereisen musikalisch die ganze Welt, von Appenzell über Österreich, die Mongolei, die USA, Argentinien, Australien, Madagaskar und später dann wieder zurück.» Dabei erfährt das Publikum zum Beispiel einiges Unerhörtes zur Geschichte des Hackbretts. Denn mit im Boot auf dieser Reise ist das Appenzeller Echo. Die volkstümliche Formation besteht aus den Brüdern Josef und Benjamin Rempfler sowie Walter Neff. Traditionelle Folklore geht nahtlos über in Musik aus allen Ecken der Welt. Mit typischen Appenzeller Instrumenten spielen die drei Musiker Blues, Tango und Salsa – und lassen daneben auch das Alphorn und einen Jodel klingen.
Der diesjährige Neuling in der Reisegruppe ist der Appenzeller Philipp Langenegger. «Er reist mit viel Charme, Witz und Mundart im Gepäck», so die Veranstalter. Langenegger sei bekannt aus deutschen Film- und Fernsehproduktionen sowie aus Werbung, Theater und als Kabarettist. Oder wie es Martin O. ausdrückt: «Langenegger ist ein figalanter Kerl.»
Claudia Naef Binz
Appenzeller Welttournee
Mittwoch, 19. Juni (Premiere)
Donnerstag, 20. Juni
Casinotheater Winterthur
www.welttournee.ch
www.casinotheater.ch
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