Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
TV:«Disney’s Robin Hood» Anlässlich des 100sten Geburtstages der Walt Disney Company zeigt der Disney Channel eine Reihe von Werken des Zeichentrickgiganten. So etwa die 1973 entstandene, allgemein unterschätzte Adaption über den englischen Helden Robin Hood. Die in Form verschiedener Tiere auftretenden Protagonisten sorgen dabei für eine Menge Lacher. Wie die Schlange Sir Hiss (englisch für Zischen) als schmieriger Einflüsterer und Prügelknabe dem Löwen Prinz John – Schauspiellegende Peter Ustinov verleiht diesem in mehreren Sprachen seine Stimme – dient, ist allein schon sehenswert. Und auch Bär Little John ist als Helfer von Fuchs Robin Hood (Bild: Disney) einfach Klasse. (SB)
«Disney’s Robin Hood», 7. 7., 20.15 Uhr auf dem Disney Channel.
STREAMING:«Eldorado» Diese Netflix-Dokumentation wirft ein Licht auf das Berlin der 1920er- und 1930er-Jahre. Dreh- und Angelpunkt der filmischen Aufarbeitung ist dabei das Lokal «Eldorado», in welchem zur Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten die queere Szene verkehrte. Schwule, Lesben oder Transmenschen fanden hier einen sicheren Hafen. Der Klub musste im Februar 1933 schliessen. Die Dokumentation zeichnet die komplexe Thematik der LGBT-Geschichte in dieser Zeit auf und nimmt sich auch einer der düstersten Gestalten an: Ernst Röhm, Führer der Sturmabteilung SA und Hitler-Jünger, war selbst homosexuell. (JS)
«Eldorado» ist auf der Streamingplattform Netflix zu sehen.
LESESTOFF:Elliot Page: «Pageboy» Ergreifend und ungeschönt erzählt Elliot Page von seinem langen Weg zu sich selbst. Mit seiner Hauptrolle im Film «Juno« hat Elliot Page die Welt in seinen Bann gezogen. In seinem ersten Buch erzählt er nun seine Wahrheit: vom Aufwachsen in der kanadischen Hafenstadt Halifax, vom Erwachsenwerden im von traditionellen Geschlechterrollen besessenen Hollywood. Von Sex, Liebe, Trauma und phantastisch anmutenden Erfolgen. Es ist die Geschichte von jemandem, der sich selbst findet – inmitten von Hindernissen, Scham, Hoffnungslosigkeit und Schmerz. «Pageboy» avancierte zu einem Beststeller. (JS)
S. Fischer Verlag, 2023 ISBN: 978-3-10-397500-0
KINO:«Alma & Oskar» Im Frühjahr 1912 lässt sich Alma Mahler, kürzlich verwitwete Grande Dame der Wiener Gesellschaft, auf eine Affäre mit dem «Enfant Terrible» der Wiener Kunstszene ein, dem expressionistischen Maler Oskar Kokoschka. Was als leidenschaftliches Verhältnis beginnt, wird zu einem Spiel um Macht und Abhängigkeit, bei dem unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinanderprallen. Während Oskar Kokoschka Liebe mit bedingungsloser Hingabe und Besitzanspruch gleichsetzt, widerstrebt es Alma Mahler, einzig und allein die Rolle der Muse und Mutter zu verkörpern. Sie beginnt, sich aus den Fängen dieser Beziehung zu befreien. (JS)
«Alma & Oskar» startet am 6. Juli in den Deutschschweizer Kinos.
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