Goldjungs
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Anstehen für einen Burger: In den letzten Tagen war die Schlange vor der «BurgerChuchi» jeweils ziemlich lange. Foto: Michael Hotz
Der Burger-Stand neben der Rathaus Apotheke in der Altstadt ist Ende Januar Geschichte. Die Bewilligung für den Container wurde nicht verlängert. Inhaber Kurt Bühler sucht nun eine andere Lösung.
Winterthur Die «BurgerChuchi» hat sich seit der Eröffnung im Herbst vor einem Jahr als beliebter Ort etabliert, um sich über Mittag oder abends zu verpflegen. Und nachdem letzten Dienstag alle Restaurants schliessen mussten, herrschte beim Stand im Graben besonders grosser Andrang. «Wir verkauften etwa gleich viele Burger wie an schönen Sommertagen», sagt Betreiber Kurt «Küde» Bühler.
Doch schon bald muss der schwarze Container gleich neben der Rathaus Apotheke weg, wie der «Landbote» berichtete. Das Baupolizeiamt lehnte kürzlich das Gesuch von Bühler um Verlängerung der Bewilligung für einen mobilen Stand ab. Zuerst hiess es, er müsse seinen Platz bereits Ende Jahr räumen. Deshalb entschied der «BurgerChuchi»-Wirt aus Elgg, seinen Stand zwischen Weihnachten und Neujahr zu öffnen. Nun gewährte die Stadt, dass er immerhin einen Monat länger, also bis Ende Januar, bleiben darf. Darüber ist Bühler froh. Am Container prangt seit einigen Tagen ein auffälliger Hinweis, auf dem der Stadt für die «gute Zusammenarbeit und die Fristverlängerung» gedankt wird.
Und doch bräuchte Bühler eigentlich mehr Zeit. «Ein halbes Jahr wäre optimal gewesen. Dann hätten wir genügend Zeit, um einen anderen Standort zu finden.» Das Ziel sei, sich in einer Liegenschaft in der Altstadt einzumieten und dort den Betrieb weiterzuführen. «Für mich ist es einfach wichtig, weiter Burger zu verkaufen», sagt er. Der neue Standort müsse finanziell tragbar sein, schliesslich müsse er für den Unterhalt seiner Familie aufkommen. Die «BurgerChuchi» ist aber nicht nur das finanzielle Standbein der Familie Bühler, sondern auch integrativer Arbeitsplatz für Menschen mit Migrationshintergrund. Seit Beginn gehören eine äthiopische Frau und ein syrischer Mann zum siebenköpfigen Team. «Es ist wunderbar zu sehen, wie viele Fortschritte sie gemacht haben. Die beiden machen einen super Job», lobt Bühler. Sie seien ein gutes Beispiel für soziale Integration. Diese Arbeitsplätze zu erhalten, sei ein prioritäres Ziel.
Auch wenn die Zukunft der «BurgerChuchi» noch ungewiss ist, bleibt Bühler optimistisch: «Ich bin zuversichtlich. Wir haben ja gesehen, dass unser Konzept funktioniert und bei den Menschen gut ankommt.»
Michael Hotz
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