Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
bildarchiv.winterthur.ch
Zwei Männer in Arbeitskleidung stehen stolz vor einem Laster. Knapp zu erkennen der Schriftzug auf dem Kühler von links unten nach rechts oben: Saurer. Er gehört dem Konsumverein Winterthur, wie auch am Signet KW auf der Fahrzeugtür zu sehen ist. Unklar ist, ob es sich hier sogar um einen rollenden Verkaufsladen handelt. Jedenfalls ist das Gefährt des Konsumvereins festlich geschmückt, und zwar zum «Internationalen Genossenschaftstag». Dieser wird seit 1923 jeweils am ersten Samstag im Juli gefeiert. Der Konsumverein Winterthur geht auf das Jahr 1868 zurück. Zu dieser Zeit gründen in den Industrieländern weltweit Arbeiter und sozial eingestellte Bürger Genossenschaften, die Arbeiterfamilien Waren zur Grundversorgung mit geringeren Gewinnmargen anbieten und den Zwischenhandel ausschalten. Das führt zu erbitterten Kämpfen mit dem etablierten Handel. In Winterthur gibt es zunächst 11 Konsumgenossenschaften. Mit der Stadtvereinigung 1922 schliessen sie sich zum Konsumverein Winterthur zusammen. Dieser hat eine grosse Verteilzentrale in der Grüze aufgebaut. 1969 geht der Konsumverein Winterthur in Coop auf. Der Grossverteiler schliesst den Betrieb in der Grüze. Ein Stück Geschichte der Arbeiterschaft geht zu Ende.
Christian Felix
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