Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Die Gruppe «Das Leben geht weiter», lAnres Joho, Reto Hofstetter, Jean-Pierre. Dix Bild: Henry Schulz
Unter dem Titel «Das Leben geht weiter» bietet im Theater am Gleis eine neue Formation dem Publikum Sprechszenen und Musik. Mit dabei ist eine Puppe, die mit einer Bauchstimme spricht.
Bühnenshow Wenn Reto Hofstetter gefragt wird, wieso die Puppen eines Bauchredners so selten singen, antwortet er: «Weil die meisten Bauchredner auch ohne Puppe nicht singen können.» Ganz anders Hofstetter. Er hat eine Ausbildung als klassischer Tenor. Mit ihm auf der Bühne spielen Andres Joho Klavier sowie Jean-Paul Dix Bass. Ein Trio sind die Musiker damit jedoch nicht. Die Puppe namens Benedetto gehört auch dazu. Zudem ein Schweinchen und ein Hund.
Selbstverständlich gibt der Winterthurer Sänger und Puppenvater jedem von ihnen eine eigene Geschichte und eine eigene Sprechweise. Benedetto Rubini ist die Hauptfigur unter den Puppen. Wie sein Name bereits andeutet, spricht er mit italienischem Akzent. Er war einst ein Star unter den Opernsängern. Doch irgendwann liessen ihn seine Nerven im Stich. Jetzt hilft Benedetto den Menschen, die weniger Glück mit ihren Talent haben wie er. Hofstetter ist sein schwierigster Fall. Natürlich sagt die Puppe immer wieder genau das, was der gerade nicht hören will.
Hund Rüdiger spricht mit tiefer Stimme, so wie ein Hund sprechen würde wenn er spräche. Der Sinn seines Lebens liegt darin, dass er völlig abgelöscht ist, Schweinchen Erika S. aus St. Gallen wiederum hat eine Stimme wie Klibys Caroline mit ihrem berühmten «Jo waa!» Das ist eine Verneigung gegenüber dem Bauchredner Kliby. Erika ist äusserst begabt, nur dass sie im Leben stets auf dem zweiten Platz landete. Aus dieser Konstellation ergibt sich eine witzige Geschichte, die zusammen mit der Musik fast wie eine Operette daher kommt.
Benedetto als Puppe wurden vom dänischen Künstler Manfred Werner geschaffen. «Ich habe ihn nie getroffen», sagt Hofstetter. Die beiden schickten Pläne, Fotos und Beschreibungen hin und her. «Irgendwann kam das Paket mit Benedetto bei mir in Winterthur an. So wie ich ihn mir vorgestellt hatte».
Weiter Informationen:
«Das Leben geht weiter» heute im Theater am Gleis. Weitere Auftritte in der Herzbaracke Zürich.
www.daslebengehtweiter.ch
cf
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