Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Brian Keller, Organisator Musti und Claude Wilfried an der Medienkonferenz zum Boxkampf.
Seit zehn Jahren organisiert Mustaf «Musti» Kicaj Charity Fights in Winterthur. Kein Kampf sorgte im Vorfeld für so viel Aufsehen wie der mit Brian.
Boxen Als «Fall Carlos» wurde Brian Keller in der Schweiz bekannt. Seit über zehn Jahren beschäftigt der Gewalttäter die Justiz. Seit 2023 ist er auf freiem Fuss und verfolgt nun seinen Kindheitstraum einer Boxerkarriere. Ein Anfang ist der Boxkampf am 26. April in der Axa Arena. An der ICF Fight Night steht er gegen den Franzosen Claude Wilfried im Ring.
Am vergangenen Samstag gaben die Kämpfer und Organisator Mustaf «Musti» Kicaj den Medien Rede und Antwort. Musti ist selbst fünffacher Thaibox-Weltmeister und hilft heute jungen Talenten, ihre Energie im Ring zu kanalisieren. Brian ist heiss darauf, den Kampf zu gewinnen: «Verlieren ist keine Option», sagt er der 29-Jährige, und er ist siegessicher: «Ich bin besser, böser und stärker. Der 26. April ist mein Tag.» Er habe viel durchgemacht im Leben, was ihn härter gemacht habe. Das Kämpfen im Ring sei aber nicht mit dem Kämpfen auf der Strasse zu vergleichen. «Auf der Strasse ist das anders. Auf der Strasse geht es um Stolz, hier geht es darum, etwas zu zeigen», so Brian. Sein Gegner, Claude Wilfried, kennt die Geschichte um Brians Vergangenheit nicht, wie er am Samstag vor den Medien sagte. Auch er steht vor seinem ersten Boxkampf. Wilfried ist eigentlich Judoka.
Wer professionell in den Ring steigt, braucht in der Schweiz eine Lizenz. Eine solche fehlt Brian. Eine Voraussetzung für eine Lizenz ist, dass bereits Amateurwettkämpfe bestritten wurden. Noch ist unklar, wie es nach dem Amateur-Wettkampf in Winterthur weitergeht. Brian ist zuversichtlich: «Ich sollte eine Lizenz bekommen. Mein Ziel ist ein Profikampf», sagte er.
Der Kampf wird am 26. April, von 17 bis 23 Uhr, in der Axa Arena ausgetragen. Tickets kosten zwischen 30 und 250 Franken. Interessierte können den Kampf für 20 Franken auch via Live-Stream verfolgen. Teile der Einnahmen fliessen laut Organisator Musti in ein Hilfsprojekt in Afrika. «Das Interesse am Kampf ist gross. Ich habe noch nie so viele Tickets im Vorfeld verkauft», sagt
Musti.
Sandro Portmann
Infos und Tickets: www.win-4.ch
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