Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Die Covid-Impfungen haben begonnen: Am KSW werden seit vergangenem Montagmorgen Hochrisikopatienten geimpft. Symbolfoto: David Pereiras / Adobe Stock
Der Startschuss für die Corona-Impfung ist gefallen. Das KSW impft diese Woche 1100 Hochrisikopatienten. In den Alterszentren sind erste Impfdosen eingetroffen, eine Heimleiterin kritisiert die lange Wartezeit.
Winterthur Der Impfstart ist in Winterthur erfolgt: Hochrisikopatientinnen und -patienten, die am Kantonsspital Winterthur (KSW) in Behandlung sind, erhalten seit Montagmorgen ihre erste Corona-Impfung. KSW-Sprecher Marius Hasenböhler ist mit dem Impfstart zufrieden: «Er ist sehr gut angelaufen. Die Rückmeldungen der geimpften Personen war sehr positiv.» Bis und mit morgen Freitag sollen 1100 Patientinnen und Patienten ihre erste Dosis bekommen haben. Für sie findet dann Mitte Februar die zweite Impfung statt. Zusätzlich werden diese Woche rund 350 KSW-Mitarbeitende aus stark exponierten Bereichen (Intensivmedizin, Covid-Station, Testzentrum, Notfallzentrum) geimpft. Wann das Kantonsspital zusätzliche Impfdosen für weitere Risikopatienten und für die breitere Impfung des Gesundheitspersonals erhält, ist laut Hasenböhler noch unklar.
Zürcher Alters- und Pflegeheime haben letzten Montag ebenfalls erste Bewohnende geimpft. Begonnen wurde mit den grossen Institutionen, mittlerweile sind alle 450 Heime im Kanton über ihren Impftermin informiert. Winterthur hat eine erste Impfstoff-Lieferung laut dem zuständigen Stadtrat Nicolas Galladé (SP) diese Woche erhalten. Wann konkret in den fünf städtischen Alterszentren gestartet wird, wird nicht öffentlich bekannt gegeben. Dies hat eine Arbeitsgruppe, die die Impfungen in den Zürcher Heimen organisiert, aus Sicherheitsgründen so empfohlen.
Die grösste Impfaktion der Geschichte bedeutet viel Arbeit. «Der koordinative und logistische Aufwand ist ziemlich gross. Der Impfstoff kann nicht lange gelagert werden», so Galladé. Als Vorlauf seien die Bewohnenden vor Weihnachten erstmals über die Impfung informiert worden. Später sei nochmals nachgefasst worden. Auf diese Weise konnten häufige Fragen und Sorgen vorab geklärt werden. «Ich habe einen positiven Eindruck, wie die Vorinformation gelaufen ist», sagt der Sozialvorsteher.
Um geimpft werden zu können, müssen von den Betroffenen eine Einverständniserklärung sowie eine analoge ärztliche Erklärung vorliegen. «Die Impfung basiert auf Freiwilligkeit», betont Galladé und fügt an: «Sie ist kein Allerheilmittel, aber ein zentraler Pfeiler im Kampf gegen die Covid-Pandemie.» Darum empfehle er dringend, sich impfen zu lassen, als solidarischer Beitrag an die Gesellschaft.
Auch in den Alters- und Pflegeheimen, die nicht von der Stadt geführt werden, stehen die ersten Impfungen an. Wann es etwa im Seniorenzentrum Wiesengrund im Neuwiesenquartier losgeht, hält die Leiterin Maja Rhyner der Empfehlung folgend ebenfalls für sich. Sie sagt aber: «Das Tempo lässt zu wünschen übrig. Darüber bin ich etwas enttäuscht.» Schliesslich sei ihr Seniorenzentrum mit seinen 150 Bewohnenden eine ziemlich grosse Institution. «Warum wir ziemlich lange warten müssen, kann ich nicht genau sagen.» Ihr Heim sei jedenfalls bereit, alle betroffenen Personen – die Bewohnenden und deren Angehörige, die involvierten Ärzte sowie die Mitarbeitenden und Freiwillige – seien schriftlich informiert worden. «Die Vorabinformation ist gut gelaufen. Wir hatten relativ wenig Diskussionen», so Rhyner. Ihr sei es wichtig zu betonen, dass keinImpfzwang bestehe und keine Massnahmen drohen würden, wenn sich jemand gegen eine Impfung entscheide.
Michael Hotz
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