Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
«Alles Helden» – ein Stück der U16 des Jungen Theater Winterthur. Foto: Fabian Stamm
Das Junge Theater Winterthur strukturiert um und möchte eine neue Alterskategorie ansprechen: Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. Nebst den Kompetenzen sollen diese vor allem lernen, die eigene Persönlichkeit in ein Stück einzubringen.
Winterthur Improvisation, Bewegungsarbeit, Auftrittspräsenz – das Schauspiel hat viele verschiedene Facetten. Und genau diese können Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren im Jungen Theater Winterthur erlernen. Im Theaterkurs U16, der von November bis Mai dauert und von der Theaterpädagogin Ursula Rösli geleitet wird, können sich die Nachwuchsschauspieler selbst als Persönlichkeit miteinbringen und entfalten. «Das Schauspiel ist mehr als ein Hobby», erklärt Rösli. «Jugendliche mit der gleichen Leidenschaft treffen sich einmal pro Woche – das ist ein guter Ausgleich zur Schule und macht einfach nur Spass.»
Diesen Kurs gibt es eigentlich schon seit 2009. Nur: Die bisherigen Teilnehmenden sind mittlerweile zu alt und gehören nun der älteren Gruppe, der «UM16» an. Dieser Theaterkurs ist also eigentlich neu, gut besucht ist er aber laut der Theaterpädogogin nach wie vor. «Wir sind deshalb auf der Suche nach Jüngeren, die noch wenig Erfahrung haben.» Diese sollen lernen, wie man selbst etwas entwickeln oder eine vorgegebene Geschichte in ein eigenes Stück umformen kann. Dabei sollen sie auch die weltliche Situation miteinfliessen lassen. Kreatives Schaffen sei deshalb essentiell. Die ältere Gruppe arbeitet hingegen selbstständiger und konzentriert sich mehr auf die Schauspielkompetenzen.
Der Höhepunkt für beide Gruppen ist eine öffentliche Aufführung als Abschluss des Kurses. Das letzte Stück der U16-Gruppe hiess «Alles Helden» – eine Geschichte über beflügelnde Gefühle, über Zweifel und Gut und Bös sowie die Frage, für was es sich zu kämpfen lohnt. Allerdings war lange nicht klar, ob die Aufführung aufgrund der aktuellen Situation überhaupt stattfinden kann, erklärt Ursula Rösli. «Wir konnten erst nach den Sommerferien wieder mit den Proben beginnen.»
Bereits seit 1999 bringt das Junge Theater Winterthur mehrere Stücke im Jahr auf die Bühne, welche ohne professionelle Unterstützung produziert werden. Die gesamte Produktion liegt in den Händen der Vereinsmitglieder, das Bühnenbild ebenso wie die Technik oder die Regie. Ziel ist es, allen Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, sich in den verschiedenen Theaterdisziplinen engagieren zu können.
Am 21. Oktober findet ein Schnupperkurs für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren statt. Der U16-Theaterkurs beginnt anschliessend am 4. November, findet jeweils mittwochs von 18.30 bis 20 respektive 20.30 Uhr statt und kostet 530 Franken. Im ersten Probeviertel dauern die Proben eineinhalb Stunden, später zwei Stunden. Sie finden im Proberaum des Jungen Theaters Winterthur im Kulturzentrum Gaswerk statt. Für Jugendliche ab 15 mit Theatererfahrung gibt es neu den Kurs UM16. Das Schnuppern findet am 19.November statt. Anmeldungen für beide Schnupperkurse und mehr Infos unter info-u16@jungestheaterwinterthur.ch.
Von Ramona Kobe
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