Goldjungs
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Kimberly Blaisdell lädt zu einem Meet and Greet im Zapa doing am 1. November ein. Bild: Claudia Naef Binz
Seit ihrem letzten Buch, einer Aliengeschichte in Comic-Form, ist Kimberly Blaisdell fleissig gewesen, sie bringt gleich drei neue Comics heraus.
Neuerscheinungen Der erste November ist der Tag der Heiligen, aber auch der Tag nach Halloween, an dem Gespenster und allerlei Gestalten ihr Unwesen treiben.
Auch in den Comics von Kimberly Blaisdell, die sich den Künstlernamen Moof zugelegt hat, wimmelt es von ungewohnten Figuren, darunter mischen sich auch Aliens.
Der 1. November scheint also ein gut geeignetes Datum zu sein, um ihre drei Comics persönlich im Winterthurer Comic-Laden Zappa Doing vorzustellen. «Ich freue mich, dass der Laden meine Bücher verkauft», sagt Blaisdell. Da sie zweisprachig aufgewachsen ist, schreibt sie ihre Geschichten auf Englisch.
In ihrem Buch «I was raised by Martians #3» («Ich wurde von Ausserirdischen grossgezogen»), thematisiert Blaisdell das Thema Religion. «Ich selbst ging nie so gerne in die Kirche», erinnert sich die 17-jährige Blaisdell, die von ihrem Vater Timothy an das Interview begleitet wird. Blaisdell leidet laut ihrem Vater unter einer Autismus-Spektrum Störung. Zum Thema Religion hat Blaisdell eine klare Meinung: «Niemand darf den Anspruch haben, dass jemand anders die gleiche Religion wie man selbst leben muss.»
Bereits bei ihrem letzten Interview mit der «Winterthurer Zeitung» vom 18. Januar 2024 sagte Blaisdell, dass sie mit dem Comic-Zeichnen möglicherweise ihren Beruf gefunden hat. «Ich mache auch YouTube-Cartoons und Memes», sagt sie.«Habe ich schon erwähnt, dass ich eine weltberühmte Künstlerin werden will?», fragt sie keck. Sie war laut ihrem Dad bereits in der Stiftung Heimstätten in Wil SG als Graphic Designerin schnuppern. «Möglicherweis beginne ich im August dort meine Ausbildung», sagt Blaisdell. Etwas Bedenkzeit brauche sie aber noch. Sie nimmt ihr Tablet hervor, flink zeichnet sie mit wenigen Strichen eine Comic-Figur, noch schnell die grüne Farbe angewählt, und fertig ist das Marsmännchen.
Ihre Erfahrungen aus der Schule hat Blaisdell im Buch «Buggy Diaries! #2» festgehalten «Ich arbeite mit Charakter-Stereotypen», sagt die junge Künstlerin. Da ist beispielsweise die Figur Roberto Bluewing, dem Blaisdell das Aussehen eines Hirschkäfers verliehen hat. «Ja ich habe meinen Mitmenschen Eigenschaften von Insekten verpasst.» Roberto sei die Sportskanone.
Und wie sieht es denn mit ihren eigenen Eigenschaften aus? «Ich habe mich als Chelsea Grizzly, eine Heldin der Kunst dargestellt», sagt Blaisdell. «Und übrigens: Ich liebe nicht nur Aliens, sondern auch Insekten.»
⋌Claudia Naef Binz
Neuerscheinungen
- Buggy Diaries! #2
- I was raised by Martians #3
- Under the Spell of Were-Hyena#4
Meet and Greet
mit Kimberly Blaisdell
1. November, 14 bis 17 Uhr
Zappa doing Winterthurr
www.zappadoing.ch
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