Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Ein Lichtblick bei Pfadi war Rückraum-Talent Dominik Ruh. Bild: Martin Deuring
23:37 Kanterniederlage: Im Heimspiel der EHF European League hatte Pfadi gegen das spanische Spitzenteam keine Chance. In allen Belangen war man unterlegen.
Handball Es gibt Tage, da geht nichts. So ist es den Spielern von Pfadi Winterthur ergangen. Nichts ging zusammen. Es war die höchste Heimniederlage in der Europacup-Geschichte der Winterthurer vor 1120 Zuschauern in der Axa-Arena. Dieses Spiel war eine Lehrstunde für Pfadi Winterthur.
Das Pausenresultat von 12:17 offenbarte dabei, dass zu viele, zu einfache Tore zugelassen wurde. Nach der Pause interpretierten die beiden Abwehrformationen ihre Arbeit mehr und mehr offensiver, sodass vor allem Bidasoa Irun zu vielen schnellen Toren kam. Innert Kürze vielen die spanischen Tore wie reife Früchte. Zehn Minuten vor Ende drohte Pfadi einen 20-Tore Rückstand. Positiv zeigten sich die jungen Spieler wie Lukas Osterwalder, Dominik Ruh und Henrik Schönfeldt. Schlussendlich war es eine Partie zum Vergessen. Bidasoa-Cheftrainer Jacobo Cuetara: «Meine Mannschaft hat heute die beste Version gezeigt. Wir haben offensiv sehr gut und clever gespielt.» Sein Gegenüber Goran cvetkovic gestand indes ein, «dass wir mehr von diesem Spiel erwartet haben und wir ehrlicherweise sagen müssen, dass dies in gewissen Punkten letztlich unrealistisch war.» Der Trainer weiter: «Im Sport gibt es immer wieder schwere Niederlagen. Die heutige ist eine.»
Auch Hans Peter Jucker war von seiner Mannschaft enttäuscht. Das langjährige Pfadi-Ehrenmitglied betreut seit vielen Jahren die ausländischen Teams bei Pfadis Heimspielen im Europacup. Er zeigte sich stolz, dass er einige Worte mit dem 38-jährigen Julen Aguinagalde austauschen durfte. «Für mich ist er einer der weltbesten Kreisläufer und eine lebende Legende», bemerkte Handball-Freak Jucker lachend.
Aus dem Spiel, das man als «kleines Finalspiel» ausgab, wurde letztlich ein gebrauchter Tag und eine Lehrstunde. Dem Schweizermeister bietet sich aber heute Donnerstag, 16. Dezember, sogleich wieder die Möglichkeit zur «Auferstehung». Ab 20 Uhr beim HSC Suhr Aarau gefordert, will es dann – gemäss Cheftrainer Goran Cvetkovic sogleich eine Reaktion zeigen. pd/rb
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