Goldjungs
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Seit Kurzem vertreiben Kristian Oroshi und Jonathan Krebs ihren neuartigen «Gemüsedöner» und pendeln mit dem Foodtruck zwischen Zürich und Winterthur. Damit erfüllten sich die beiden Freunde einen Kindheitstraum.
Winterthur Grilliertes Gemüse, Schafskäse, frischer Zitronensaft und Pouletfleisch angereichert mit Peperoni - das Produkt von Kristian Oroshi und Jonathan Krebst ist definitiv nicht mit einem herkömmlichen Döner zu vergleichen. Seit einem Monat sind die beiden nun mit ihrem Foodtruck unterwegs.
Viele Döner haben Oroshi aus Illnau und Krebs aus Weisslingen in den letzten Jahren bereits probiert. Den mit Abstand besten assen sie jedoch letztes Jahr bei «Mustafa's Gemüsekebap» in Berlin. Dieser hat mit seinem Produkt bereits weltweit für Schlagzeilen gesorgt und Kultstatus erlangt. Gut und gerne steht man dort ein oder gar zwei Stunden für einen Döner an. Eine zweite Filiale wurde 2017 in München eröffnet. Auch dort haben sich Oroshi und Krebs bereits einige Male verköstigt. Von dessen Erfolg inspiriert, begannen die zwei besten Freunde, sich ihren Kindheitstraum des eigenen Foodtrucks zu erfüllen.
Sechs Monate lang planten sie ihr Projekt. «Die Corona-Zeit nutzen wir und gaben richtig Gas», so Oroshi. Schnell fanden sie einen geeigneten Truck, liessen ihn nach ihren Wünschen ausbauen und legten teils selbst Hand an. Finanziert haben sie das Ganze aus dem eigenen Sack.
Die grösste Herausforderung beim Aufgleisen des Pilotprojekts sei gewesen, den perfekten Metzger für ihren Fleischspiess zu finden, wie Oroshi erzählt. «Wir waren bestimmt mit 20 Metzgern aus der Region in Kontakt, bis wir einen geeigneten Partner fanden.» Das Fleisch besteht nämlich, anders als bei einem normalen Dönerspiess, aus 100 Prozent Pouletfleisch, abwechselnd geschichtet mit Peperoni. Wie das Fleisch, beziehen die Initianten auch das Gemüse und das Brot von regionalen Produzenten. Nebst dem Fleischdöner bieten sie zudem eine vegane Variante ihres Produktes an und heben sich damit von ihrem Vorbild, «Mustafa's Gemüsekebap», ab. «Für den veganen Döner beziehen wir den Pouletersatz von einem Zürcher Start-up, ‹Planted.Chicken›, das Fleischerzeugnis auf Erbsenbasis herstellt», erklärt Krebs. Bei ihren Kunden käme diese Variante bisher extrem gut an und werde gar von bekennenden Fleischessern bestellt.
Unter der Woche steht der Foodtruck namens «o'k» momentan jeweils in Zürich Altstetten, seit zwei Wochen nun auch immer samstags vor dem Einkaufszentrum Rosenberg. Bereits nach wenigen Tagen bildete sich vor dem Truck eine kleine Schlange. «Wir sind sehr zufrieden, wie das Geschäft angelaufen ist und bekommen sehr positives Feedback», freuen sich die beiden Initianten. Zu ihrem Team zählen sie zwei Mitarbeiter, die sie jeweils beim Döner zubereiten ablösen. «So müssen wir nicht immer selber vor Ort sein und können gleichzeitig unseren Hauptjobs nachgehen», so Oroshi. Ob die beiden am Erfolg ihres Vorbildes in Deutschland anknüpfen können, wird sich zeigen. Zuzutrauen wäre es ihnen.
Marina Persano
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