Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
In «Erdbeer-Schnupfen und andere Piraten-Krankheiten» erzählt die Autorin in zwölf Kurzgeschichten neue Abenteuer des Piratenhasi.
Neuerscheinung «Volles Rohr voraus!» Mit der Schaukel steigt Linos hoch in die Luft. Dass es gleich danach rückwärts geht, stört ihn und und sein Kuscheltier namens Piratenhasi nicht. Das sind die Wellen, die auf dem Meer toben. Genauer gesagt tobt ein Sturm. Nein, nicht irgendeiner, sondern der gefürchtete Brokkoli-Sturm. Schlimm genug, dass das Piratenschiff hin und her geworfen wird. Wenn man als Pirat nicht aufpasst, hat man grüne Vitamine im Mund. Ekelhaft!
So beginnt eine der Kurzgeschichten aus «Erdbeer-Schnupfen und andere Piraten-Krankheiten». Linos, die sechsjährige Hauptfigur, lebt mit seiner Schwester Yanna und seinen Eltern in der Stadt. Er erlebt zusammen mit Piratenhasi die wildesten Abenteuer. Selbst Krankheiten und Unfälle können ihn nicht davon abhalten, den Alltag mit den Augen eines Piraten zu betrachten. Das macht Mut auf bessere Zeiten.
Illustriert werden die Bücher von der Künstlerin Barbara Brosowski-Utzinger aus Bad Zurzach. «Wir kennen uns seit der Primarschule», sagt die Winterthurer Autorin Christine Schär am Telefon. «Es ist ein Riesenglück, dass meine Freundin professionell zeichnet und gestaltet.»
Am 1. März wird die Autorin mit ihren Büchern an der Messe «Kinder lesen» im Volkshaus Zürich vertreten sein. «Ich habe einige Überraschungen im Gepäck, es sind auch Lesungen geplant», so Schär.
Nachdem sie lange in Oberwinterthur gelebt hat, ist sie nun in Dättnau zu Hause. Ihr ist wichtig, dass die Geschichten in der Stadt spielen. «Viele Kinderbücher spielen auf einem Bauernhof oder sonstwo auf dem Land, aber auch Stadtkinder können viele Abenteuer erleben.»
Angefangen zu schreiben hat die Winterthurerin nach der Geburt ihres ersten Sohnes. «Die gekauften Kinderbücher haben mir einfach nicht gefallen», sagt sie. «Mein Sohn mochte sie zwar, aber für mich als Vorleserin waren sie schrecklich langweilig. Also habe ich angefangen, selbst Geschichten zu erfinden, die Kinder und Eltern gleichermassen lustig finden.» So entstand ihr erstes Buch «Piraten küssen keine Frösche», in welchem Piratenhasi sowie die Geschwister Linos und Yanna zum ersten Mal Abenteuer erleben. Motiviert von positivem Feedback, machte sie sich gleich an einen zweiten Band. Die Neuerscheinung ist bereits das dritte Buch mit Piratenhasi. «Die Bände lassen sich übrigens unabhängig voneinander lesen», verspricht die Autorin.
Claudia Naef Binz
Christine Schär
«Erdbeer-Schnupfen und andere Piraten-Krankheiten»
Illustration: Barbara Brosowski-Utzinger
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