Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
«Der Escape-Room in deinem Briefkasten» – so heisst der Slogan von AdventureMail. Per Post können sich Winterthurerinnen und Winterthurer nun Rätselspiele wie in einem echten Escape-Room zuschicken lassen.
Winterthur Weil während der Coronakrise alle Escape-Rooms schliessen mussten, haben die Macher von Escape Stories etwas Neues nach Winterthur gebracht: Der Escape-Room in deinem Briefkasten. Mit einem Abo erhalten Interessierte wöchentlich Rätsel zu sich nach Hause geliefert. Das Rätseln ist simpel, aber dennoch kreativ aufgebaut. Die erzählte Geschichte sorgt für Knobel-Spass.
Linda Altwegg ist die Geschäftsführerin von AdventureMail. Sie und ihr Team wollten den Kunden des Escape-Rooms trotz Corona etwas bieten: «Als wir für gut zwei Monate schliessen mussten, stellten wir uns die Frage, wie wir unseren Kunden in dieser Zeit den Escape-Room nach Hause bringen könnten und sind so auf die Idee mit der Rätselpost gekommen.» Wichtig sein ihnen dabei gewesen, dass die Rätsel eine Geschichte erzählen. Deshalb sei auch bald die Idee eines Abo-Modells gekommen.
Ein solches Rätsel zu lösen ist ja schon schwierig. Eine solche Rätselpost zu konstruieren umso mehr. «Ja das stimmt, aber unser Team steckt zum Glück voller kreativer Ideen», erzählt Altwegg. «Uns war wichtig, dass die Rätsel möglichst vielfältig gestaltet sind und eben nicht nur aus Text bestehen, sondern dass man auch physisch etwas mit der erhaltenen Post anstellen muss, um auf die Lösungen zu kommen.» Die einzige Einschränkung sei halt der Platz. Während man einen Escape-Room grosszügig gestalten kann, muss beim AdventureMail alles in einen Briefkasten passen.
Einen Computer oder mindestens ein Smartphone wird gebraucht für die Escape-Story. Zusammen mit einer aktiven Internetseite müssen nämlich insgesamt drei Rätsel gelöst werden. Alle drei unterscheiden sich von einander und sind kreativ konstruiert. Falls man nicht weiterkommen sollte, so hilft die Internetseite mit einzelnen, kurzen Tipps. Theoretisch könnte so geschummelt werden, aber wo wäre dann der Knobel-Spass.
Passend zur Jahreszeit und zum ersten Schneefall diese Woche kommt die Rätselserie «Der ewige Winter». Diese ist in insgesamt vier Sendungen unterteilt, die in wöchentlichem Abstand in den Briefkasten flattern. Die erste Zustellung besteht aus einem simplen Couvert mit einer Anleitung, einigen Flyern und einem Brief. Beim zweiten Hinschauen findet man aber heraus: Das gehört zum Spiel und muss genauestens unter die Lupe genommen werden.
Diese drei Rätsel bilden zusammen die erste von insgesamt vier Sendungen des «ewigen Winters». Dabei wird man von einer Dame aus der Zukunft kontaktiert, die um Hilfe bittet. Löst man die Rätsel des ersten Briefumschlags, fällt auf, dass die Frau aus der Zukunft noch lange nicht gerettet ist. Elegant wird vermittelt, dass die zweite Sendung wohl bald wieder im Briefkasten landet und dann das Rätseln weitergeht. Man solle seine Post genau anschauen, heisst es in der Erklärung. Sie kommt nämlich ab der zweiten Sendung etwas unauffällig reingeflattert. Das spielt natürlich dem geheimnisvollen Knobelspiel in die Karten.
Gaël Riesen
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