Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Maja tratscht
Wenn ich an meine Kindheit denke, gehörte damals die Miss-Schweiz-Wahl genau so zu den Highlights wie «Wetten, dass…!?» und die Schwarzwaldklinik. Wenn die Miss-Wahl gezeigt wurde, sassen meine Schwester, meine Mutter und stets vor dem Fernsehen und fieberten mit. Ich erinnere mich an grosse Momente. Zum Beispiel als Xenia Tchoumitcheva 2006 nicht gewonnen hat, dafür Christa Rigozzi das Krönchen bekam. Ich jubelte! Präsent ist mir auch Melanie Winigers Wahl. Bin schliesslich seit Stunde 0 Melanie-Fan.
Später dann, als ich beruflich mit den Missen in Kontakt kam, eroberte nebst Melanie Linda Fäh mein Herz. Spätestens seit Jastina Doreen Riederer (links im Bild) im März 2018 dann zur letzten Miss gekürt wurde, hat die Schose einen tristen Trash-Charakter bekommen. Wo Karina Berger früher als Missen-Mami dem ganzen Zirkus, zumindest für die Schweiz, echten Glamour einflösste, war da zuletzt nichts ausser ein Scherbenhaufen.
Und seit letzter Woche ist selbst dieser passé: Die Miss-Schweiz-Organisation ist pleite! Alles aus und vorbei, berichtete der «Blick». Nie wieder wird eine Frau das Krönli tragen. Und wissen Sie was? Das ist gut so. Weil, Hand aufs Herz: Eine junge Dame primär wegen ihrer Optik zu einer Schönheitskönigin zu küren ist doch nicht mehr zeitgemäss.Wehmütig bin ich trotzdem. So sage ich: Rest in Peace, werte Krone. Was dafür für ewig unvergessen bleibt, sind meine Lieblingsskandälchen: Da war Kerstin Cook, die in Sachen Bildung flunkerte und deswegen als «Miss Bschiss» in die Geschichte einging. Dann war da auch noch Winigers Ausraster am ZFF. Damals turtelte sie mit Vujo, als sie einer Polizeistreife den Mittelfinger zeigte. Voilà, die fetten Jahre sind definitiv vorbei. Fürs Krönchen. Nicht für mein Herz. Da wird Melanies Mittelfinger nämlich auf ewig einen Ehrenplatz bekommen!
Text und Bild: Maja Zivadinovic
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