Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
«Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen» von Ferdinand Hodler.
Kunst Die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) nimmt derzeit ihre Gemäldesammlung unter die Lupe. Sie recherchiert, ob unter den rund 6000 Werken ein NS-verfolgungsbedingter Entzug vorliegen könnte. Nun hat die SKKG möglicherweise ein solches Werk entdeckt und bei einer unabhängigen Kommission ein Verfahren eingeleitet. Es handelt sich um das Gemälde «Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen» von Ferdinand Hodler. Dieses gelangte 1998 in den Besitz der SKKG. «Die Unabhängige Kommission SKKG untersucht in diesem Verfahren, ob das Gemälde NS-verfolgungsbedingt entzogen wurde und ob damit verbundene Ansprüche von Rechtsnachfolgenden der ehemaligen Eigentümerin bestehen», heisst es in einer Mitteilung. Die SKKG wurde von Bruno Stefanini 1980 gegründet.
«Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen» ist zwischen 1876 und 1882 entstanden. Es gehörte laut der Stiftung früher zur Sammlung von Hugo Nathan (1861–1922) aus Frankfurt am Main. Seine Witwe und Alleinerbin Martha Nathan (1874–1958) wurde vom NS-Regime als Jüdin verfolgt. 1937 floh sie aus Deutschland nach Paris und 1939 schliesslich weiter in die Schweiz. Die Entscheidungen der Unabhängigen Kommission SKKG werden nach Abschluss des Verfahrens veröffentlicht. «Aufgrund der Verpflichtung zur Vertraulichkeit während des Verfahrens wahrt die Kommission zu diesem Stillschweigen», so die Stiftung. pd/spo
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