Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Die «Winterthurer Zeitung» hat sich mit Künstlicher Intelligenz über Winterthur unterhalten. Hin und wieder halluzinierte der Gesprächspartner.
KI Es war einmal eine Stadt, die hiess Winterthur. Im stadteigenen Wildpark lebten zwei Löwen in einem grossen Gehege. Das Männchen war acht Jahre alt und das Weibchen sechs Jahre.
Was nach dem Anfang eines Märchens klingt, ist das Bild, welches KIProgramme wie Chat-GPT oder Bard von der Stadt Winterthur zeichnen. Auf die Frage, ob es Löwen in Winterthur gibt, erzählt Bard detailreich von den beiden Löwen, die als Teil eines Zuchtprogramms im Wildpark Bruderhaus leben. Das stimmt natürlich nicht, auch wenn der Löwe das Wappen der Stadt ziert. Die «Winterthurer Zeitung» hat mit den beiden KI-Softwares Chat-GPT und Bard herauszufinden versucht, welches Bild die Künstliche Intelligenz von Winterthur und seinen Bewohnern zeichnet. Der Test zeigt: Die Aussagen der Sprachsoftwares sind mit Vorsicht zu geniessen.
Das Bild ist deutlich: Der typische Winterthurer hat eine weisse Hautfarbe und braune, mittellange bis lange Haare. Männer sind im Schnitt 175 Zentimeter gross, die Frauen 165 Zentimeter. «Der Kleidungsstil in Winterthur ist modern und vielfältig. Man sieht Menschen in Jeans und T-Shirts, aber auch in Anzügen und Kleidern», antwortet Bard von Google. Chat-GPT ergänzt: «Ein typischer Winterthurer könnte in warme Winterkleidung gekleidet sein, um sich vor dem kalten Winterwetter zu schützen. Vielleicht trägt er einen Mantel, einen Schal und eine Mütze.» Da Winterthur auch viele Parks und Grünflächen habe, könne ein typischer Winterthurer in einem Park spazieren oder Schlittschuh laufen. Einige der Winterthurer Charakterzüge seien Gastfreundschaft, Offenheit und Sinn für Gemeinschaft. «Winterthurer sind auch für ihre Arbeitsmoral und ihren Sinn für Präzision und Qualität bekannt, da die Stadt eine lange Tradition in der Industrie und im Handwerk hat», so Chat-GPT. Bard weiss zudem: «Winterthur ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Der Winterthurer ist in der Regel gut gebildet und hat einen hohen Lebensstandard.»
Aber da muss es doch auch negative Charaktereigenschaften geben. Während Chat-GPT die Frage diplomatisch umschifft, plaudert Bard drauflos: «Winterthurer gelten als stolz auf ihre Stadt und ihre Geschichte. Dies kann sich manchmal in Arroganz gegenüber anderen Städten und Menschen äussern.» Die Winterthurer seien bekannt für ihre kritische Einstellung. «Sie sind nicht davor zurückgeschreckt, ihre Meinung zu äussern, auch wenn diese negativ ist.» Ein Beispiel könne sein, dass ein Winterthurer einen anderen Winterthurer für seine Kleidung oder sein Verhalten kritisiere. Der Winterthurer gelte als verschlossen, aber auch schlagfertig. «Winterthurer sind bekannt für ihre Sprachgewandtheit und ihren spitzfindigen Humor. Dies kann sich manchmal in Sarkasmus und Ironie äussern», sagt Bard.
Für einen Trip nach Winterthur rät Bard, eine Fotokamera mitzunehmen: «Winterthur ist eine schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten.» Nicht zu vergessen sei der Insektenschutz denn: «In den Sommermonaten kann es in Winterthur zu Mückenbefall kommen.» Bard hat auch Tipps, was man in Winterthur gesehen haben muss. Zuoberst auf seiner Liste steht die Winterthurer Altstadt, die laut dem Google-Tool auf der Liste des Unesco-Welterbes stehe. Diese Bestrebung gab es zwar, doch bis heute hat es die Winterthurer Altstadt nicht auf die Liste geschafft. Mit dem nächsten Tipp wird es noch abstruser. Bard empfiehlt das Winterthurer Sechseläuten. «Es wird mit einem Umzug, einem Feuerwerk und einem traditionellen Knabenschiessen gefeiert.» Wir sind wieder in der Märchenstunde.
Sandro Portmann
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