Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Am Ende ist es eine Frage des Geschmacks. Manche finden sie beruhigend, andere halten sie für eine Verschandelung der Landschaft. Und für den Bundesrat ist es die Zukunft. Die Rede ist von den Windkraftanlagen. Auf dem Gebiet der Stadt Winterthur könnten dereinst Windräder die Energiewende möglich machen. Zwei Standorte hat der Kanton hier eruiert, einer auf dem Berenberg ob Wülflingen, einer auf dem Eschberg bei der Mörsburg. Winterthur könnte zur Windstadt werden. Wind-terthur sozusagen. Findige Marketingleute könnten hier ansetzen. Denn tatsächlich spielt Winterthur eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Schweizer Windkraft. Die beiden Winterthurer Werner Kern und Max Schaufelberger waren Pioniere beim Bau von Windkraftanlagen. Ab 1934 experimentierten sie mit der Technik, um Energie aus Wind zu erzeugen. Und das äusserst erfolgreich. Zu den besten Zeiten waren über 100 Anlagen aus Winterthur gleichzeitig in Betrieb. Auch ins Ausland wurden Anlagen geliefert. Diese Geschichte könnte Winterthur wieder aufleben lassen. Kritiker monieren, dass es überhaupt zu wenig Wind hat für Windkraftanlagen. Aber: Alles ist besser als nichts. Und der Wind weht ja sowieso. Warum also den Windstoss nicht nutzen und uns damit ein Stück Unabhängigkeit leisten? Bei der Wende zählt jede Kilowattstunde. Oder wie ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.
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