Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Keine andere Stadt in der Schweiz hat so viel Wald wie Winterthur. Mit einer Fläche von rund 2600 Hektaren entspricht dies fast 40 Prozent des Stadtgebiets. Darunter befinden sich auch zahlreiche besondere Exoten, wie etwa die imposanten Mammutbäume bei den Walchenweihern, der Chinesische Gemüsebaum im Frohbergpark oder die Mandschurische Walnuss an der Tösstalstrasse.
Viele dieser Exoten stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert und fallen in die Amtszeit des Winterthurer Forstwarts Max Siber (1894-1899). Dieser leitete zuvor eine Plantage in Sumatra. Unter Sibers Führung blieb im Winterthurer Wald kein Ast auf dem anderen. Um die Produktionsleistung zu steigern, experimentierte er mit ausländischen Bäumen. Wie ein Artikel auf der Webseite waldzeit.ch erwähnt, war zwischen 1896 und 1902 jeder neunte gepflanzte Baum ausländischer Provenienz; im Rekordjahr 1898 war es gar jeder fünfte. Siber pflanzte gegen 100 000 fremdländische Jungbäume. Das Experiment scheiterte jedoch. Fast alle exotischen Baumarten sind heute wieder aus den Wäldern verschwunden. Die heimischen Bäume dominieren heute die regionalen Wälder. Einzig die Douglasie ist noch wirtschaftlich von Bedeutung. Zeugen dieser Zeit sind etwa die Mammutbäume bei den Walchenweihern. Sie sind aber nicht die einzigen Riesen, die eine spannende Geschichte zu erzählen haben. Die «Winterthurer Zeitung» stellt neun besondere Bäume vor, die sich auf dem ganzen Stadtgebiet von Winterthur verteilen. spo
Kennen Sie auch einen besonderen Baum aus Winterthur, oder haben sogar ein Foto davon? Dann schicken Sie es uns an: echo@winterthurer-zeitung.ch
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